Gewinnsprung in Deutschland

Commerzbank legt in Region zu

Offenbach/Frankfurt J  Die Commerzbank legt zu: In der Region Offenbach hat das Institut mit sieben Filialen in den ersten sechs Monaten 2014 den Wachstumskurs fortgesetzt. „Unterstützung kam auch von der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft. Von Marc Kuhn

Unsere Kampagne mit der Nationalmannschaft hat uns über 800 neue Kunden gebracht“, sagte Jens Häfker, verantwortlich für das Privatkundengeschäft. Insgesamt hat die Commerzbank in der Region jetzt fast 56 340 Kunden. Im Firmenkundengeschäft sorgte die gute Konjunktur für eine steigende Nachfrage des Mittelstands nach Krediten. „In der Region Offenbach haben wir im ersten Halbjahr 2014 ein Kreditwachstum von sechs Prozent erzielt“, erläuterte Guido Groß, Leiter der Regionalfiliale Offenbach und zuständig für die Mittelstandsbank. Auch das Kreditgeschäft mit Privatkunden wuchs. „Die Kauflaune bei Wohnimmobilien in der Region hält an“, erklärte Häfker. „So haben wir neue Immobilienkredite mit einem Volumen von 27 Millionen Euro vergeben. Das ist auf dem gleichen hohen Niveau wie im ersten Halbjahr 2013. “ Das Zinstief führe inzwischen auch dazu, dass Kunden zunehmend Wertpapiere wiederentdecken. Insgesamt stieg das verwaltete Anlagevermögen um 2,9 Prozent auf 835 Millionen Euro.

Die teure Modernisierung des Privatkundengeschäfts und der schnelle Abbau von Altlasten haben der Commerzbank in Deutschland im zweiten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Auch im gesamten ersten Halbjahr 2014 schnitt Deutschlands zweitgrößte Geldinstitut laut dpa sowohl operativ als auch unter dem Strich deutlich besser ab als ein Jahr zuvor.

Im zweiten Quartal erwirtschaftete das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut 100 (Vorjahreszeitraum: 40) Millionen Euro Überschuss. Der operative Gewinn stieg auf 257 (74) Millionen Euro. Die Bank profitierte vor allem davon, dass sie weniger Geld für faule Kredite zurücklegte: Die Risikovorsorge hat sich binnen Jahresfrist von 537 auf 257 Millionen Euro im zweiten Quartal mehr als halbiert. Zudem zahlt sich die Offensive im Privatkundengeschäft aus: Der operative Gewinn der lange schwächelnden Sparte stieg auf 115 (54) Millionen Euro. Netto gewann die Bank im zweiten Vierteljahr 95 000 Kunden.

Beim Abbau seiner Problemgeschäfte kommt das Institut schneller voran als erwartet. Daher soll die konzerneigene Bad Bank ihre Bestände nun bis 2016 auf rund 67 Milliarden Euro verringern, bisher galten 75 Milliarden Euro als Ziel. In der Sparte werden Schiffsfinanzierungen, Staatsanleihen und gewerbliche Immobilienkredite abgewickelt.

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