Deutsche Bahn legt großes Sparprogramm auf

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Der neue Vorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube.

Berlin - Die Deutsche Bahn will als Reaktion auf die Wirtschaftskrise in den kommenden Jahren zwei Milliarden Euro einsparen.

Das Programm "reACT 09" bestehe aus insgesamt 13 Projekten, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin mit.

Wie es aus dem Umfeld der Bahn hieß, betrifft das Sparziel den Fünfjahreszeitraum von 2010 bis 2014. Das wären rund 400 Millionen Euro pro Jahr. Bei den einzelnen Projekten gehe es um mehr Effizienz und bessere Organisation, teilweise werde aber auch mehr investiert. Einige der Vorhaben würden schon verwirklicht.

In der Juni-Ausgabe der Mitarbeiterzeitung "DB Welt" wird das "reACT 09"-Projekt "Vertrieb der Zukunft" beschrieben. Danach soll zum Beispiel das Personal in den Reisezentren flexibler eingesetzt und Partner-Reisebüros enger an die Bahn angebunden werden.

Bahnchef Rüdiger Grube kündigte außerdem die Schaffung eines neuen Vorstandsressorts für Technik, Systemverbund und Dienstleistungen bis September an. Die Bahn sei "derzeit mit vielen technischen Herausforderungen konfrontiert, weil die Industrie ihre Leistungsversprechen vielfach nicht einhält", stellte Grube fest. "Diese Mängel machen es erforderlich, die technischen Kompetenzen des Konzerns in der DB-Spitze zu bündeln."

Der Bereich Technik war bisher bei mehreren Vorstandsmitgliedern angesiedelt, die Dienstleistungen wurden vom Personalvorstand verantwortet. Um den Systemverbund Bahn kümmert sich bislang ein Generalbevollmächtigter, Lutz Bücken. Die Bahn hatte zuletzt Ärger mit Siemens als Konsortialführer des ICE. An zwei Achsen der Hochgeschwindigkeitszüge wurde Risse entdeckt. Die Bahn verlangte daraufhin eine neue Garantie für die dauerhafte Festigkeit der Achsen.

dpa

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