Deutsche Banken durch faule Kredite belastet

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Ein Junge schaut durch ein Fernrohr auf die Bankentürme von Frankfurt am Main. Die deutschen Banken sind durch viele faule Kredite belastet.

Frankfurt/Main - Unsere Banken sind durch viele faule Kredite belastet: Das Volumen der Problemkredite deutscher Banken hat sich einer Studie zufolge im vergangenen Jahr verdoppelt.

Nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hatten die Geldhäuser Ende 2009 sogenannte notleidende Kredite (“Non-Performing Loans“, NLP) im Wert von 213 Milliarden Euro in ihren Büchern. Die Summe war etwa doppelt so groß wie 2008. Damit habe Deutschland weit mehr Schuldner, die mit ihrer Rückzahlung in Verzug sind, als andere europäische Länder, hieß es. Banken im Vereinigten Königreich verzeichneten demnach im Dezember vergangenen Jahres eine Belastung von rund 155 Milliarden Euro, in Spanien summierte sich das Volumen der faulen Kredite auf 96,8 Milliarden Euro. Italienische Banken hatten eine Belastung von 59 Milliarden Euro zu tragen.

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Nach den Worten des PwC-Experten Jens Rönnberg ist der Markt für NLP trotz der europaweit deutlichen Zunahme bislang nicht in Schwung gekommen. “Zwar stehen mögliche Käufer für die Kreditportfolios in den Startlöchern, doch liegen die Preisvorstellungen offenbar auseinander“, sagte Rönnberg. In der zweiten Jahreshälfte 2010 würden voraussichtlich jedoch mehr Kreditportfolios auf den Markt kommen. Einige Banken hätten die Voraussetzungen für den Verkauf von Problemkrediten bereits durch die Bildung interner Abwicklungseinheiten geschaffen. “Dabei dürften zunächst hypothekengesicherte Kredite für Wohn- und Gewerbeimmobilien im Fokus stehen“, erklärte Rönnberg.

apn

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