Ökostrom-Förderung

Gute Nachricht für Verbraucher: EEG-Umlage sinkt im kommenden Jahr deutlich

Photovoltaikanlage: Ab kommendem Jahr soll die EEG-Umlage deutlich sinken.
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Photovoltaikanlage: Ab kommendem Jahr soll die EEG-Umlage deutlich sinken.

Mit der EEG-Umlage auf den Strompreis sollen Wind- oder Solarenergie gefördert werden. Zum Jahreswechsel wird die Umlage gesenkt. Für Haushalte wird Strom damit etwas günstiger.

Berlin - Die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms sinkt im kommenden Jahr nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur deutlich - und zwar auf 3,72 Cent pro Kilowattstunde. Zuerst hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung darüber berichtet. Zur Senkung trägt auch ein Milliardenzuschuss des Bundes bei. Ohne diese Mittel läge die zuletzt umstrittene EEG-Umlage 2022 nach dpa-Informationen bei rund 4,66 Cent. 2021 beträgt die Umlage 6,5 Cent - aber nur dank Bundeszuschüssen. Ansonsten wäre sie stark gestiegen.

Die Betreiber der großen Stromnetze wollen die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr an diesem Freitag bekannt geben. Sie ist allerdings nur ein Bestandteil des Strompreises. In der Branche wird damit gerechnet, dass eine sinkende EEG-Umlage die Strompreise insgesamt stabilisiert. Auf der anderen Seite nämlich sind Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Strom zahlen müssen, deutlich gestiegen.

EEG-Umlage: Senkung überfällig

Für die sinkende EEG-Umlage gibt es mehrere Gründe. Nach einer Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende haben die hohen Gas-, Kohle- und CO2-Preise zu einem stark gestiegenen Börsenstrompreis geführt.

Damit werde weitaus weniger Geld vom EEG-Konto gebraucht, um Differenzkosten der Erneuerbaren Energien auszugleichen - erneuerbare Energien erzielten höhere Erlöse am Markt und die notwendige Fördersumme sinke. Dazu komme, dass die EEG-Anlagen der frühen Jahre, die noch vergleichsweise hohe Vergütungen erhalten hätten, seit diesem Jahr nach und nach das Ende ihrer 20-jährigen Förderdauer erreichten: „Der Kostenrucksack des EEG wird damit immer kleiner.“ (dpa) *Merkur.de ist ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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