Post-Mindestlohn

Kommentar: Nur eine Atempause

Der Streit um den Brief-Mindestlohn ist entschieden, aber nicht ausgestanden. Denn das Bundesverwaltungsgericht kippte die Regelung, weil das Bundesarbeitsministerium beim Verfahren gepatzt hatte. Darüber, ob der Mindestlohn an sich gerechtfertigt ist, haben die Richter nichts gesagt. Von Barbara Will

Die Entscheidung aus Leipzig ist eine Enttäuschung für die Beschäftigten der privaten Zustelldienste, die sich meist mit einem niedrigeren als dem Mindestlohn bescheiden müssen. Ihre Arbeitgeber können erst einmal aufatmen. Aber die Mindestlohnverordnung gilt nur noch bis Ende April. Die gesetzlichen Bedingungen für eine Neuauflage haben sich inzwischen geändert. Nach Ansicht der Gewerkschaft ist sie leicht möglich, der Verband der Postkonkurrenten sieht das anders.

Dass der Streit wieder aufflammt, ist wahrscheinlich, denn die Deutsche Post dürfte ihren Konkurrenten kaum die Kostenvorteile durch Mickerlöhne gönnen.

Rubriklistenbild: © op-online

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare