Experte der Dresdner Bank zeigt sich optimistisch

Frankfurt - (ku) Der positive Nachrichtenfluss von der Konjunktur wird sich nach Ansicht von Experten in den nächsten Wochen fortsetzen und die Aktienmärkte tendenziell weiter anziehen lassen.

Dennoch dürfte diese Dynamik in absehbarer Zeit nachlassen, da das kurzfristige Potential schnell an seine Grenzen stößt, wie Andreas Wex, Leiter der Aktienmarktstrategie der Dresdner Bank, in einem Interview mit unserer Zeitung sagte. Grund hierfür sei zum einen, dass der Kursanstieg bereits mit einer deutlichen Bewertungsausweitung einherging und zum anderen, dass die Impulse von Seiten der nunmehr ausgelaufenen Berichtssaison wegfielen. „Für tradingorientierte Anleger bieten sich allerdings weiterhin kurzfristige Chancen.“

Als einer der bedeutendsten Treiber für den Konjunkturanstieg habe sich die Berichtssaison erwiesen, erklärte Wex. „Zwar war bereits zu erwarten, dass die Zahlen eher positiv überraschen dürften. Erstaunlich ist jedoch, dass sich allein in den USA über 70 Prozent der Unternehmen überdurchschnittlich gut präsentierten.“ Aber auch die Ausblicke der Unternehmen hätten sich verbessert.

Obwohl es für die derzeitige Rezession keinen vergleichbaren Zeitraum gebe, der als Muster dienen könnte, dürften die massiven weltweiten monetären und fiskalischen Impulse der Konjunktur weiter auf die Beine helfen, erläuterte der Experte der Dresdner Bank. Die Investoren setzten bereits frühzeitig auf eine Erholung, was durch aufwärts gerichtete Gewinnrevisionen der Analysten gestützt werde.

Für die Aktienmärkte bedeute dies, dass eine weitere Bestätigung der Erholung durch positive Makrodaten noch weiteres Kurspotenzial freisetze. „Allerdings besteht auch die Gefahr übersteigerter Erwartungen, die zu einem späteren Zeitpunkt vom dann höheren Niveau zu einer Korrektur im Rahmen von gut 20 Prozent führen dürfte.“ Ein starker Kursrutsch in Richtung der alten Tiefs sei nicht zu befürchten. Denn zum Zeitpunkt der Tiefs habe noch Sorge um die Stabilität des Finanzsystems insgesamt geherrscht.

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