Fördermittel für Sanierungen am Haus

Offenbach (ku) ‐ Viele Bauherren nutzen den Frühherbst, um in der warmen Jahreszeit Sanierungsmaßnahmen am Haus wie eine energieeffiziente Gebäudedämmung oder den Austausch der Heizungsanlage durchzuführen. Auch aus finanziellen Gründen.

Denn das Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) hält nach kurzer Haushaltssperre seit Juli wieder Förderungen für erneuerbare Energien im Wärmemarkt bereit. Und auch das KfW-Programm „Erneuerbare Energien“ bietet zinsgünstige Darlehen und vergibt weiterhin Tilgungszuschüsse. Das historische Zinstief beim Baugeld erleichtert ebenfalls die Entscheidung das Eigenheim winterfest zu machen.

Welche Kosten sind mit Umbauten verbunden? Worauf ist bei der energetischen Sanierung zu achten? Wie lässt sich der Bausparvertrag am besten als Energiesparvertrag einsetzen? Diese und ähnliche Fragen beantworten Experten am Donnerstag bei einer Telefonaktion in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Am Telefon:

Michael Stöhr, Finanzierungsexperte vom Verband der privaten Bausparkassen (069/85008279);

Diplomingenieur Peter Starfinger, Beratender Ingenieur der Ingenieurkammer Hessen (069/85008280);

Diplomingenieur/Architekt Lutz Seipel (069/85008281), Architekturbüro Seipel + Rocker, Mitglied der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

Neben der staatlichen Förderung müssen Bauherren vor allem klassische Finanzierungsmöglichkeiten für ihr Vorhaben sicherstellen. Zum Beispiel mittels Bausparvertrag, der bereits zu 27 Prozent für die energetische Sanierung genutzt wird. Sind kurzfristig Modernisierungsmaßnahmen geplant, so kommt ein Darlehen in Betracht, das zu momentan günstigen Konditionen bei der Hausbank oder einer Bausparkasse aufgenommen werden kann. Den Sanierungsbedarf bei Heizung, Fassade, Dach oder Fenstern ermittelt unter anderem ein Energieberater. So ist der Bauherr sicher, dass sein Geld gut investiert ist und Einsparpotenziale durch die neue Technik optimal genutzt werden.

Seit 12. Juli können beim BAFA wieder Förderanträge beispielsweise für Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung sowie für hocheffiziente Wärmepumpen gestellt werden. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau sowie Solarkollektoren zur Trinkwassererwärmung oder luftgeführte Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel und weniger effiziente Wärmepumpen. Alle bis zur Verkündung des Programmstopps beim BAFA eingegangenen Anträge erhalten die volle Förderung nach den alten Konditionen.

Ins Leben gerufen wurden die Fördermaßnahmen durch die Energieeinsparverordnung 2009. Diese besagt, dass bei Neubauten die Obergrenze des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs um durchschnittlich 30 Prozent gegenüber der Verordnung von 2007 sinken soll. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle, also Außenwände, Fenster, Dach und Kellerdecken, muss im Durchschnitt um 15 Prozent besser isolieren als bisher. Für Altbauten gilt Ähnliches: Bei Sanierung der Gebäudehülle muss mit neuen Bauteilen die Energieeinsparung ebenfalls mindestens 30 Prozent betragen.

Rubriklistenbild: © dpa

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