Fondssparpläne bei Altersvorsorge hilfreich

Ruhepolster aufbauen

Dreieich/Neu-Isenburg - Ein Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen, ist besonders in Zeiten niedriger. Zinsen eine Herausforderung. Dabei gibt es einfache Lösungen, mit kleinen Beträgen ein Ruhepolster für den Lebensabend zu schaffen.

Anleger sollten dabei vor allem ihr Augenmerk auf die Qualität des Finanzprodukts und auf die Kostenbelastung legen. Wer regelmäßig sparen möchte, kann mit Fondssparplänen bereits ab einem Anlagebetrag von 25 Euro Großes bewirken. Positiv wirkt hier der Cost-Average-Effekt. Durch die Investition eines gleichbleibenden Betrages anstelle von festen Stückzahlen sorgt dieser dafür, dass bei niedrigen Kursen mehr Anteile gekauft werden, als bei hohen Kursen.

„Durch die disziplinierten regelmäßigen Käufe optimiert der Anleger den Einstieg, erhöht die Renditechancen und agiert zudem antizyklisch“, so Guido vom Schemm, Geschäftsführer der GVS Financial Solutions GmbH, mit Sitz in Dreieich. Damit die Anlage zum Erfolg wird, sollten Anleger jedoch ein paar Eckpunkte bei der Fondsauswahl beachten. „Der Cost-Average–Effekt kommt besonders bei schwankungsreichen Anlagen zum Tragen, weshalb insbesondere Aktienfonds für die Anlage geeignet sind“, berichtet Frank Haser von der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Neu-Isenburg. Wer die Investmentauswahl und das Risikomanagement nicht selbst tätigen möchte, könne auf flexible Mischfonds setzen. Hier biete die breite Streuung über viele Anlageklassen auch konservativere Ansätze für weniger risikobereite Investoren. In jedem Fall sollten Anleger auf die Kontinuität und Qualität des Managements achten. Eine jährliche Überprüfung der Managementleistung reiche in der Regel aus, um frühzeitig Veränderungen zu entdecken.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

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„Um zusätzliche Kosten zu sparen, sollte auf die Ertragsverwendung des Fonds geachtet werden. Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder im Fondsvermögen an, dadurch lassen sich Zusatzkosten und Aufwand für die manuelle Wiederanlage sparen“, erläutert vom Schemm. Um kostenbedingten Fondsauflösungen oder -fusionen aus dem Weg zu gehen, sollte ein Fondsvolumen von mindestens 100 Millionen Euro vorhanden sein. Ein hohes Fondsvermögen hingegen könne sich unvorteilhaft auf die Fondsentwicklung auswirken, wenn sich die mangelnde Manövrierbarkeit in eine niedrige Schwankungsbreite und schlechte Rendite niederschlage, sagt vom Schemm.

„Besonderes Augenmerk beim Sparplan sollte den Kosten gewidmet werden“, erklärt Haser. In der Regel falle neben der Depotverwahrung bei jedem Kauf auch der Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent an. Viele Anbieter würden mittlerweile Rabatte bieten oder darauf verzichten. Für den Anleger lohne es sich, hier genau hinzuschauen. „Bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro über 10 Jahre fallen bei 5 Prozent Ausgabeaufschlag rein rechnerisch nur 300 Euro Kosten an, da diese aber die Investitionssumme verringern, wirken Sie wie ein negativer Zinseszinseffekt“, warnt vom Schemm. Der Performanceverlust falle dadurch um ein Vielfaches höher aus.

ku

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