Frühling sorgt für Aufschwung am Jobmarkt

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Der Frühling sorgt für einen Aufschwung auf dem Jobmarkt.

Offenbach/Nürnberg (al/dpa/ku) ‐ Während bundes- und landesweit die Arbeitslosenzahlen im April deutlich sanken, gab es im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach nur einen geringen Rückgang.

Wie die örtliche Agentur mitteilte, waren 14 714 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 1,7 Prozent weniger als im März. Die Arbeitslosenquote fiel damit von 8,5 auf 8,4 Prozent. Beatrix Schnitzius, Chefin der Agentur für Arbeit Offenbach: „Wir können noch nicht von einem Durchbruch sprechen, dafür gibt es zu wenig stabile Anhaltspunkte, doch eine Tendenz, die Mut macht, ist da.“ Anders als im Vormonat seien bei Beziehern von Arbeitslosengeld I und II Rückgänge zu verzeichnen. In der Hauptagentur Offenbach waren den Angaben zufolge 7 426 Personen arbeitslos gemeldet, 0,9 Prozent weniger als im März. Die Arbeitslosenquote in der Stadt Offenbach fiel damit auf 12,3 Prozent.

In der Geschäftsstelle Rodgau seien 4 199 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet gewesen; gegenüber März ein Minus von drei Prozent. In der Geschäftsstelle Seligenstadt habe sich die Zahl der Erwerbslosen auf 3 089 verringert; 1,7 Prozent weniger als im Vormonat.

Im gesamten Bundesland Hessen sank die Arbeitslosenquote um 0,2 auf 6,7 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Insgesamt waren im April in Hessen 208 241 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Hessenweit gibt es derzeit etwa 71 000 offene Stellen, die jedoch nur zu knapp 40 Prozent bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind, wie Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, erklärte.

Überraschend stark war der Frühjahrsaufschwung auf dem gesamtdeutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Jobsuchenden sank im April um 162 000 auf 3 406 000. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,4 auf 8,1 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg berichtete. „Das ist angesichts der konjunkturellen Rahmenbedingungen eine erfreuliche Entwicklung“, kommentierte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Allerdings wäre die Lage ohne eine Änderung der Statistik im vergangenen Mai nicht ganz so positiv - ohne diesen Sondereffekt läge die Zahl der Arbeitslosen sogar minimal über dem Vorjahreswert.

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