Telefonaktion: Häuslebauer bekommen Finanzspritzen vom Staat

Offenbach (ku) ‐ Fragen rund um das Thema Fördermittel für den Neubau des Eigenheims oder dessen Sanierung beantworten Experten bei einer Telefonaktion für die Leser unsrer Zeitung am Donnerstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr.

Bund und Länder bieten zinsgünstige Darlehen sowohl für beispielsweise energieeffiziente Neubauten, die energetische Modernisierung von Immobilien als auch deren altersgerechten Umbau an.

Am Telefon: Peter Napitupulu, Finanzierungsexperte vom Verband der Privaten Bausparkassen (069/85008279) und Inga Schauer, Referentin Endkunden Vertrieb, KfW (069/85008280).

In Hessen werden Neubau, Erwerb, Ausbau und Erweiterung durch das „Hessen-Baudarlehen“ gefördert, wenn Einkommensgrenzen pro Jahr in Höhe von 20.000 Euro für Singles, und 28.000 Euro für Paare, eingehalten werden. Die gleichen Einkommensgrenzen gelten für das „Hessen-Darlehen, Bestandserwerb“. Wichtig: Die Darlehen sind nicht mit KfW-Fördermitteln kombinierbar. Einzelheiten zu den Konditionen erfährt man bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in Frankfurt.

Die Förderprogramme der KfW sind bislang weitgehend von Kürzungen verschont geblieben. Das KfW-Programm „Erneuerbare Energien“ bietet noch immer zinsgünstige Darlehen und vergibt weiterhin Tilgungszuschüsse. Ebenso gibt es Zuschüsse für die energetische Sanierung, die Wohnraummodernisierung, für altersgerechte Umbauten oder das energieeffiziente Bauen. Seit 1. Juli haben sich jedoch zum Beispiel die Anforderungen an die KfW-Effizienzhäuser verschärft. Für alle KfW-Effizienzhäuser wird künftig ein einheitlicher Zinssatz angeboten.

Auch das Bausparen wird gefördert. Einerseits durch die Wohnungsbauprämie: Der Bausparer erhält auf seinen jährlichen Sparbetrag von maximal 512 Euro, Ehepaare 1.024 Euro, eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent. Andererseits durch die Arbeitnehmersparzulage: Arbeitnehmer können eine Sparzulage in Höhe von 9 Prozent auf vermögenswirksame Leistungen beanspruchen. Der Arbeitgeber überweist dabei bis zu 470 Euro pro Jahr auf das Bausparkonto des Arbeitnehmers. Schließlich durch die Eigenheimrente: Riester-Bausparer dürfen das gesamte angesparte Bausparkapital vollständig für den Kauf, Bau oder für die Entschuldung einer selbst bewohnten Immobilie verwenden. Auch eine Teilentnahme bis zu 75 Prozent des Bausparvermögens ist zulässig. Als Folge werden mit den Riester-Zulagen auch Immobiliendarlehen getilgt. Altverträge, die vor dem 1. Januar 2008 abgeschlossen wurden, müssen ein Kapital von mindestens 10.000 Euro aufweisen. Ab 2010 entfällt diese Einschränkung.

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