Handwerker sind optimistisch

Frankfurt (ku) - Die hessischen Handwerksbetriebe profitieren vom Aufschwung und blicken optimistisch in die Zukunft. Das zeigt die Konjunkturumfrage im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE).

„Der Geschäftsklimaindex unterstreicht die sehr gute konjunkturelle Lage, er stieg auf einen Wert von 85 Punkten“, erklärte ARGE-Geschäftsführer Harald Brandes gestern. Zuletzt sei dieser Wert 1992 erreicht worden.

Auch die Betriebe in Stadt und Kreis Offenbach zeigen sich zuversichtlich. „Alle sind mehr oder weniger zufrieden“, sagte Alois Schwab, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Die Unternehmen würden erwarten, dass sich ihre Lage noch weiter verbessere. Seit Mitte 2010 sei der Aufschwung zu spüren. Die Auslastung der Firmen befinde sich auf einem „relativ hohem Niveau“. Einige würden bereits über Einstellungen nachdenken.

Betriebe stellen mehr Personal ein

Wie die ARGE weiter berichtete, wurde die aktuelle Geschäftslage von knapp 85 Prozent der befragten Firmen als „gut oder befriedigend“ eingeschätzt, im Vorjahr seien es 80 Prozent gewesen. Im Ausbaugewerbe hätten sogar mehr als 88 Prozent von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage gesprochen. Brandes zufolge würden vielen Betrieben die gestiegenen Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie Sorgen machen. „Diese Sorgen hielten die Betriebe jedoch nicht davon ab, mehr Personal einzustellen“, berichtete die ARGE. Knapp zwölf Prozent hätten die Belegschaft aufgestockt. 8,3 Prozent der Unternehmen hätten Personal abgebaut.

„Die hessischen Handwerksbetriebe bekamen im 2. Quartal von fast allen Seiten kräftige Nachfrageimpulse“, berichtete die Arbeitsgemeinschaft. Neben der gestiegenen Auslandsnachfrage, die vor allem den industriellen Zulieferern zugute gekommen sei, hätten die Betriebe auch von der günstigeren Binnennachfrage profitiert. „Der Aufschwung hat damit an Breite gewonnen und die Branchenunterschiede sind erheblich kleiner geworden“, erläuterte Brandes. Hochgesteckt sind auch die Erwartungen an das Herbstquartal. Über 85 Prozent würden zuversichtlich in die Zukunft blicken, vor einem Jahr seien es 80,1 Prozent gewesen.

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