Frankfurt wird Elektrostandort

BMW in Hessen gegen Trend auf Erfolgskurs

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Das BMW i3 Concept Coupé feierte Premiere auf der LA Auto Show 2012.

Frankfurt - BMW fährt in Hessen gegen den Trend: Die Situation sei für Autohändler in diesem Jahr schwierig, sagte Volkmar Job, Leiter der Niederlassungen in Hessen, gestern in Frankfurt. Die Zulassungszahlen in dem Bundesland seien rückläufig. Von Marc Kuhn

Job betonte aber, dass sie sich auf einem hohen Niveau bewegten. Er sieht gute Möglichkeiten, die „Delle auszugleichen“. Die Niederlassungen in Hessen, zu denen acht Autohäuser gehören, hätten sich indes „voll gegen den Trend entwickelt“. Job betonte, dass BMW im Rhein-Main-Gebiet von der guten Kaufkraft profitiere. Er zeigte sich überzeugt, dass der Autobauer in Hessen auch den Rest des Jahres „positiv abwickeln“ werde. Die Zahl der Mitarbeiter ist in Hessen mit rund 975 stabil geblieben.

Bis Ende Oktober seien etwa 18.500 Neuwagen, gebrauchte Pkw und Motorräder von BMW in dem Bundesland verkauft worden, berichtete Job. Das sei eine Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Oktober 2011. Der BMW-Chef sprach von hohen Umsätzen. Angepeilt werde das Niveau des Vorjahres. Damals hatten die Erlöse bei 644 Millionen Euro gelegen. Die Absatzzahlen der Niederlassung in Offenbach würden über denen des Vorjahreszeitraums liegen - genaue Zahlen konnte der BMW-Chef noch nicht sagen. Zurzeit investiere BMW rund 250.000 Euro in den Umbau der Fahrzeugannahme, erläuterte Job. Er betonte, dass in Offenbach das Lack- und Karosseriegeschäft von BMW angesiedelt sei. Beschädigte Fahrzeuge aus dem Rhein-Main-Gebiet würden dort repariert. Enorm gestiegen seien auch die Verkaufszahlen von BMW in Dreieich. „Wir sind gut im Markt unterwegs“, erklärte Job und verwies auf die „große Modellvielfalt“.

Mit Blick auf die Konkurrenz von Audi und Mercedes sagte Job, dass BMW im Rhein-Main-Gebiet seine Marktführerschaft im Premiumsektor behauptet habe. Gemessen an den Absatzzahlen nimmt die BMW-Niederlassung Frankfurt mit ihren dazu gehörenden acht Autohäusern den zweiten Platz in Deutschland nach der Dependance in München ein.

Angesichts der Wachstumsaussichten in Deutschland zeigte sich der BMW-Chef auch für das nächste Jahr optimistisch. Der bayerische Konzern habe die neuste und jüngste Modellpalette der Autobauer. Job erwartet ein aufregendes Jahr für den Autohandel, zumal 2013 wieder die IAA stattfindet - „für Frankfurt etwas Besonderes“. Bei der internationalen Automesse wird BMW nach seinen Worten das Elektrofahrzeug i3 auf dem Markt einführen. In Frankfurt werde eine der ersten BMW-i-Niederlassungen in Deutschland entstehen. In den Räumlichkeiten an der Hanauer Landstraße werde es deshalb „die eine oder andere Strukturmaßnahme“ geben. BMW plane größere Investitionen, um das Elektrofahrzeug den potenziellen Kunden entsprechend präsentieren zu können.

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