Stimmung in Offenbach aber noch eingetrübt

Hessens Handwerker zuversichtlicher

Wiesbaden/Offenbach (ku) ‐ Das hessische Handwerk blickt recht optimistisch in die Zukunft. Zwar sind die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage saisonal rückläufig, doch konnte der Geschäftsklimaindex dank der guten Erwartungshaltung sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr wieder steigen. Zu dieser Einschätzung kommt die Konjunkturumfrage der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE) für das erste Quartal 2010. ARGE-Geschäftsführer Harald Brandes zufolge beurteilten 66,8 Prozent der Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“. Im Vorjahr lag der Wert bei 60,8 Prozent.

Bei den Betrieben in Stadt und Kreis Offenbach ist die Stimmung dagegen noch eingetrübt, wie der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Helmut Geyer, unserer Zeitung sagte. Zwar würden sie einen Konjunkturschub erwarten. Bisher gebe es aber keine eindeutige Trendwende. Jeder dritte Betrieb spreche von einer schlechten Geschäftslage. Das seien fünf Prozent mehr wie Ende 2009. Etwa 25 Prozent würden ihre jetzige Geschäftslage als gut bezeichnen.

Wie die ARGE mitteilte, stieg der Geschäftsklimaindex, der sich aus der aktuellen und der zukünftigen Bewertung der Geschäftslage in Hessen zusammensetzt, von 62,6 Punkten im Frühjahr 2009 auf aktuell 71 Punkte. „Die saisonal rückläufigen Entwicklungen bei Umsätzen und Auftragseingängen haben im hessischen Handwerk zu Personalabbau geführt, der in dieser Jahreszeit üblich ist und in vielen Jahren der Vergleichsquartale gravierender war“, hieß es weiter. Die nächsten drei Monate würden von den Betrieben optimistischer gesehen wie vor zwölf Monaten: 23,7 Prozent (Vorjahr: 17,9 Prozent) der Befragten erwarten für das nächste Vierteljahr gute und 51,5 Prozent (46,4 Prozent) eine befriedigende Geschäftslage. 24,8 Prozent (35,7 Prozent) befürchteten, dass die Geschäfte schlecht verlaufen werden. Jeder fünfte Betrieb würde mit Umsatzsteigerungen rechnen und 53,9 Prozent gingen von konstanten Erlösen aus.

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