Abwärtstrend

Hessens Metaller im Abwärtssog

Frankfurt/Offenbach (dpa/ku) - Der Abwärtstrend in der hessischen Metall- und Elektro industrie hat sich im August verschärft.

Die Auftragseingänge - seit Herbst 2011 im Minus - sanken um vier Prozent, der Umsatz brach im Vorjahresvergleich um zehn Prozent ein, wie der Arbeitgeberverband Hessenmetall gestern in Frankfurt mitteilte. „Die seit einem Jahr anhaltende Auftragsflaute vor allem aus dem Ausland hat sich im August nun in einem kräftigen Umsatzrückgang niedergeschlagen“, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender und prognostizierte: „Hessens größte Industrie steuert in den nächsten Monaten in unruhigere Gewässer, hofft aber auf eine Besserung in 2013.“

Personal wird trotzdem eingestellt

Trotzdem stellten die Betriebe im August Personal ein, die Beschäftigtenzahlen stiegen um über ein Prozent auf rund 211.000. Vor allem in der Auto- und Zulieferindustrie würden die Firmen aber beginnen, Zeitarbeit abzusenken oder Kurzarbeit anzuordnen: Die Ordereingänge der Branche im August lagen über 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Unterdessen hat die Bezirksgruppe Offenbach - Hanau von Hessenmetall ihren Aktionsradius auf den Kreis Fulda ausgedehnt. Mit einer Satzungsänderung haben die Mitgliedsunternehmen auf einer außerordentlichen Versammlung den Weg dafür freigemacht, wie die Bezirksgruppe mitteilte. Zudem sei eine Namensänderung beschlossen worden. Die Bezeichnung Offenbach - Hanau wurde in Offenbach und Osthessen geändert.

Im ganzen Bundesland vertreten

Damit sei der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V. nunmehr flächendeckend im ganzen Bundesland vertreten. „Durch die geänderte Satzung wird es noch besser möglich, den Beitrittsanfragen von Unternehmen aus dem Raum Fulda zu entsprechen und diese in die Lage zu versetzen, die Vorteile eines modernen und schlagkräftigen Arbeitgeberverbandes zu erfahren.“, erklärte Hans-Joachim Jungbluth, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen. Außerdem sei Stefan Schrahe, Geschäftsführer der GKN Driveline Deutschland GmbH in Offenbach, als Vorstandsmitglied der Bezirksgruppe gewählt worden.

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