Massiver Stellenabbau bei Hewlett-Packard

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Hewlett-Packard zählt 349.600 Mitarbeiter (Stand: Oktober 2011).

San Francisco - Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) will nach Medienberichten die sinkende PC-Nachfrage mit einem Abbau von bis zu 30.000 Stellen ausgleichen.

Während die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, das Unternehmen denke über den Abbau von 25.000 Jobs nach, schätzte der zum “Wall Street Journal“ gehörende Technologie-Blog All Things D, dass bis zu 30.000 Beschäftigte betroffen sein könnten. Beide beriefen sich auf nicht näher bezeichnete Personen aus dem Umfeld des Unternehmens.

Der Konzern mit Sitz im kalifornischen Palo Alto hat offenbar noch immer Probleme damit, sich an technische Veränderungen anzupassen, die eine höhere Leistungsfähigkeit von Smartphones und Tablet-Computern zur Folge haben. Hewlett-Packard wollte sich am Donnerstag nicht zu den Medienberichten äußern.

Analysten rechnen mit Umsatzrückgang

Der Konzern könnte den Stellenabbau am kommenden Mittwoch bei der Bilanzvorlage bekannt geben. Analysten rechnen mit einem Umsatzrückgang von vier Prozent auf 122 Milliarden Dollar (knapp 96 Milliarden Euro). Einem Analysten von ISI Group zufolge würde der weltweit größte Hersteller von PCs und Druckern bei einem Abbau von mindestens 18.000 Stellen mehr als eine Milliarde Dollar einsparen.

Sollte das Unternehmen tatsächlich die Mitarbeiterzahl reduzieren, wäre das die drastischste Maßnahme seit Meg Whitman im September vergangenen Jahres das Ruder bei HP von Léo Apotheker übernahm. Whitman hatte gegenüber Analysten geäußert, sie habe ein derartiges Chaos geerbt, dass es Jahre brauchen werde, bis der Konzern sich wieder erhole. Sie wirft insbesondere Mark Hurd, der bis August 2010 Vorstandsvorsitzender war, vor, dass dieser starke Einschnitte bei dem Budget für Forschung und Entwicklung vorgenommen habe. Sie deutete an, dass sie Kosten an anderer Stelle reduzieren werde, um wieder mehr Geld in die Weiterentwicklung investieren zu können.

Hewlett-Packard zählt 349.600 Mitarbeiter (Stand: Oktober 2011). Der in Medienberichten genannte Stellenabbau würde die Mitarbeiterzahl um bis zu neun Prozent reduzieren. Die HP-Aktie legte am Donnerstag um drei Cent zu und schloss bei 22,03 Dollar.

dapd

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