HSE nutzt regenerative Quellen

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Bis zum Jahr 2015 plant der Konzern Investitionen in den Ausbau regenerativer Energien in Höhe von einer Milliarde Euro.

Darmstadt (re/ku) - Bedrohliche Nachrichten aus Japan, Atomdebatte in Deutschland - der Darmstädter Energiekonzern HSE sieht sich in seiner Strategie bestätigt, die Energieversorgung in Zukunft ausschließlich aus regenerativen Quellen sicherzustellen.

In einer Stellungnahme zu der in Deutschland neu entfachten Energiedebatte sagte der HSE-Vorstandsvorsitzende Albert Filbert, der „Darmstädter Weg“ müsse zum „bundesweit beschrittenen Königsweg für kommende Generationen“ werden. Die Region und Darmstadt könnten mit dem „Pfund der ethischen Energie wuchern“. Filbert forderte die Politik dazu auf, die „volle Umstellung“ der Stromversorgung auf Ökoenergie zu beschleunigen. Dies sei bis zum Jahr 2050 möglich.

Die HEAG Südhessische Energie AG - so der vollständige Name der HSE - liefert ihren Kunden eigenen Angaben zufolge über die Vertriebstochter Entega seit dem Jahr 2008 komplett atomstromfreie Energie und gehört zu den größten Anbietern von Ökostrom in Deutschland. Filbert sagte, dieser Weg sei in „Entschiedenheit und Beharrlichkeit bundesweit einmalig“.

Atomstromanteil geringer als im Bundesdurchschnitt

Bis zum Jahr 2015 plant der Konzern Investitionen in den Ausbau regenerativer Energien in Höhe von einer Milliarde Euro. Geschäftsfelder sind unter anderem die Lieferung von Strom und Erdgas, hauptsächlich in den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße und Odenwald, aber auch im Osten des Kreises Offenbach.

Beim Strom der Energieversorgung Offenbach ist der Anteil des Atomstroms geringer als im Bundesdurchschnitt. EVO-Strom bestehe zu 13,47 Prozent aus Atomenergie, sagte ein Sprecher. In Deutschland liege der Anteil bei 24,9 Prozent. Zu 22,2 Prozent komme der Strom der EVO aus erneuerbaren Energien, im Bundesdurchschnitt liege der Anteil bei 17,3 Prozent. In Zukunft wolle die EVO verstärkt auf Biomasse und Wind setzen, berichtete der Sprecher weiter. In fünf Jahren sollten Privat- und Geschäftskunden mit eigener nachhaltiger Energie versorgt werden.

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