VDE-Umfrage zum Stadtleben der Zukunft

Keine Lust auf vernetzten Kühlschrank

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Frankfurt - Effizientere Energieversorgung und mehr Schutz vor Unfall, Feuer und Kriminalität: Das erwartet die Mehrheit der Bundesbürger von „intelligenten“ Städten der Zukunft. Der „vernetzte Kühlschrank“ wird aber von vielen abgelehnt. Von Achim Lederle 

Die „Smart Cities“ sind Thema eines zweitägigen Kongresses des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), der gestern startete und zu dem sich über 1500 Experten aus der ganzen Welt in Frankfurt treffen. Mit dem Begriff „Smart City“ können laut einer VDE-Umfrage zwar die wenigsten Bundesbürger etwas anfangen, doch viele Deutsche sehen Vorteile in Städten, die vielfältig und intelligent vernetzt sind. So hofft eine Mehrheit der 1003 befragten Bürger auf eine optimierte Energieversorgung, auf mehr Schutz zum Beispiel vor Kriminalität und auch auf besser vernetzte Verkehrssysteme.

In den eigenen vier Wänden sind die Bürger laut Umfrage skeptischer: Zwar findet eine Mehrheit ein moderneres und damit sparsameres Energiemanagement wichtig. Gleichzeitig wird jedoch eine Überwachung und Steuerung des gesamten Haushaltes per Smartphone oder Tablet von der Hälfte der Befragten abgelehnt. Vernetzte oder ferngesteuerte Haushaltsgeräte wie Kühlschränke sind vielen Bürgern suspekt. Hier sieht sich der VDE gefordert, den „tatsächlichen Mehrwert durch das Smart Home“ aufzuzeigen.

Verstehen Sie E-Mobilität?

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VDE-Präsident Joachim Schneider sagte gestern zur Eröffnung des Kongresses: „Bis 2030 werden 70 Prozent der Menschen in Städten leben. Deshalb müssen Infrastrukturen modernisiert und die Informations- und Elektrotechnik der Städte besser vernetzt werden.“

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