Darmstädter Industriedesigner entwerfen Astra-Zubehör

Kleid aus Airbag-Stoff

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Industriedesigner der Hochschule Darmstadt entwarfen Zubehör für den Opel Astra.

Frankfurt - Neue Zubehörideen haben 16 Industriedesigner des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt für den Opel Astra entwickelt. Von Carsten Müller

Auf Anregung der Marketing-Abteilung des Automobilherstellers durften Studenten von Professor Justus Theinert ein Jahr vor dem Marktstart bereits das Vorserienmodell in Augenschein nehmen und eigene Entwürfe für den Zubehörkatolog zu Papier bringen. Die Ergebnisse präsentiert Opel auf dem IAA-Stand in Halle 8.

Vom Taschen-Set über die Solar-Uhr, vom Kleid aus Airbag-Stoff für Messe-Hostessen bis hin zu Sternentau-Pralinen, die dem Geschmack des Hoffnungsträgers nachgehen, bis hin zu Stofftieren mit integrierten iPod-Anschluss und Lautsprechern sowie einem Kindersitz in Wal-Gestalt für die kleinsten Mitfahrer reicht das Spektrum der Arbeiten, die vor gut zwei Monaten vor Opel-Designchef Marc Adams sowie Vertriebsleiter Alain Visser präsentiert wurden.

Drei der eingereichten Entwürfe ragten aus dem Projekt heraus: Matthias Kroth und Jonathan Merz ersannen ein individualisierbares Klett-System für die Rückenlehnen der Vordersitze als variablen Aufbewahrungsort für Spielsachen. „Trou“ nennt sich ein von Sina Kunert entworfenes, in Wagenfarbe lackiertes Armband, das nicht nur seine Trägerin schmückt, sondern den schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug ermöglicht. Und für alle, die unterwegs gern mal ein Auge zumachen, ist der „Schlaffänger“ von Heike Witzel und Tina Müller gedacht, eine Art Ganzkörperdecke mit Kopfstütze und darin integrierten Lautsprechern nebst iPod-Anschluss. Nach und nach sollen die prämierten Entwürfe in den Zubehörkatalog des Opel Astra aufgenommen werden, sichert Vijai Iyer zu, Sprecher der Rüsselsheimer Designabteilung.

Für den Automobilhersteller, der enge Verbindungen zu weiteren Hochschulen wie beispielsweise den Transportdesignern in Pforzheim unterhält, geht es nach Aussage von Vijai Iyer nicht nur um kurzfristige Anregungen für das eigene Produkt-Portfolio, sondern auch um die perspektivische Gewinnung Förderung von Talenten, gern auch in Disziplinen, die nicht unmittelbar mit klassischem Fahrzeugdesign zu tun haben,. Seit sechs Monaten bestehe zudem eine Zusammenarbeit mit dem Londoner Royal College of Art, wo Stoff- und Möbeldesigner, Fotografen oder Filmemacher angesprochen werden. Die Anforderungen in der Entwicklung künftiger Konzepte für den Einklang von Mobilität und Städteplanung beispielsweise seien komplex, meint Iyer. Ein möglichst breites Fundament scheint da besonders tragfähig.

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