Geld ist in Europa billig wie nie

Kommentar: Schlechte Nachricht für alle Sparer

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Frankfurt/Bratislava - Schlechte Nachrichten für alle Sparer: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins gesenkt. Damit ist das Geld in Europa so billig wie noch nie, Sparen lohnt sich kaum noch für die Bürger.

Die EZB kommt damit den Banken und Krisenstaaten weiter entgegen. Ob die Zinssenkung der Konjunktur hilft, ist umstritten. Die EZB nimmt den ohnehin schon niedrigen Leitzins noch einmal von 0,75 Prozent auf 0,5 Prozent zurück. Profiteure der erneuten Zinssenkung sind vor allem die Banken: Das Geld ist für sie so billig wie nie seit Einführung des Euro. Die Geldinstitute können sich bis mindestens Anfang Juli 2014 unbegrenzt Geld bei der EZB leihen - zu extrem niedrigen Zinsen.

Motiv für die Zinssenkung ist die Hoffnung, dass die Banken das billige Geld in Form von Krediten an Unternehmen und Verbraucher weitergeben. Verlierer der Zinssenkung sind die kleinen Sparer und Verbraucher: Mit der Senkung bekommen sie auch weniger Zinsen auf Sparkonten oder andere Spareinlagen.

Den Otto-Normalverbrauchern und Kleinanlegern stellt sich wieder einmal die Frage, warum in der Krise auf Kosten der Sparer die Banken gestärkt werden. Die Inflation ist zwar niedrig wie schon lange nicht mehr, doch Sparen lohnt sich kaum noch. Denn die Zinsen für Sparkonten oder Festgeldanlagen sind oftmals trotzdem niedriger als die Inflationsrate - das Geld der kleinen Leute verliert also trotz Sparens an Wert.

(nb)

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