Licht und Schatten bei Infraserv

Frankfurt ‐ Infraserv Höchst hat sich in diesem Jahr erfolgreich gegen die Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise gestemmt. Von Marc Kuhn

Licht und Schatten - alles in allem sind wir gut aufgestellt“, sagte Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Betreibers des Industrieparks Höchst, in Frankfurt. Die Infraserv-Höchst-Gruppe werde den Umsatz 2009 um etwa zehn Prozent auf 1,15 Milliarden Euro steigern. Ein unspektakuläres Jahr gehe zu Ende. Die Infraserv Höchst KG werde den Umsatz um zwölf Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro erhöhen, erklärte Vormann weiter. Zur Gruppe gehört auch das Aus- und Weiterbildungsunternehmen Provadis, das den Umsatz den Angaben zufolge um 2,5 Prozent auf 32,4 Millionen Euro steigern wird.

Große Probleme bereitet nach den Worten von Vormann dagegen die Logistik-Tochter. Der Umsatz werde bei der Infraserv Logistics GmbH in diesem Jahr um 13,5 Prozent auf 73,9 Millionen Euro sinken. Der Betreiber des Industrieparks spüre die volle Wucht der wirtschaftlichen Entwicklung, erläuterte der Geschäftsführer. Ein nachhaltiges Sanierungsprogramm sei auf den Weg gebracht worden. So sei der Standort in Offenbach aufgegeben worden. Darüber hinaus würden bei dem Logistikspezialisten etwa 100 Jobs abgebaut.

Infraserv Höchst versorgt etwa 90 Unternehmen etwa mit Energie

Vormann wollte keine konkreten Angaben zum Ergebnis machen. Er sagte lediglich: „Wir sind auch in diesem Jahr profitabel.“ Der Ausblick auf 2010 fällt verhalten aus. Beim Umsatz rechnet Vormann mit einer „stabilen Seitwärtsbewegung“. Und: „Wir werden keinen neuen Investitionsrekord sehen.“ Im laufenden Jahr summierten sich die von den Standortgesellschaften getätigten Investitionen auf etwa 634 Millionen Euro, über 30 Millionen Euro mehr als 2008.

Infraserv Höchst versorgt etwa 90 Unternehmen an dem Standort beispielsweise mit Energie und übernimmt Entsorgungsleistungen. Seit September betreibt die Tochtergesellschaft Infrasite Griesheim den Industriepark in dem Frankfurter Stadtteil. „Es läuft erstaunlich gut“, berichtete Infraserv-Geschäftsführer Roland Mohr. Griesheim hat nach Angaben von Vormann Modellcharakter. Künftig sollten weitere Kunden außerhalb des Standorts gewonnen werden. „Wachstum steht auf der Agenda.“ Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten böten eher Chancen als Risiken. Schließlich wachse der Kostendruck bei Unternehmen. Dies führe dazu, dass sie Aufgaben auf Firmen wie Infraserv übertragen würden, sagte Vormann.

Rubriklistenbild: © dpa

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