Mainova: Sorge um Gasgeschäft

Frankfurt - Das Jahr 2010 war für den Energie- und Wasserversorger Mainova durchaus erfolgreich. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von 115,4 Millionen Euro, 2009 waren es nur 54,2 Millionen Euro. Dennoch sorgt sich Mainova um sein Gasgeschäft.

Mainova verzeichnete damit nur ein minimales Plus in Höhe von 10 Millionen Euro und erreicht damit den Umsatz von 1,67 Milliarden Euro. Beunruhigend ist für das Unternehmen jedoch der Verkauf von Gas, denn die Erlöse brachen um 15,7 Prozent ein und kamen nur noch auf 530,3 Millionen Euro. Im Jahr zuvor betrugen sie noch 629,4 Millionen Euro.

Das Minus sei „im Wesentlichen auf den wettbewerbsbedingten Preisdruck“ zurückzuführen, heißt es im Geschäftsbericht. Beim Strom hingegen lief es gut: Das Geschäft, das knapp die Hälfte der Erlöse einbringt, wies einen Zuwachs von 44 Millionen Euro beziehungsweise 6 Prozent aus.

Gewinnabführung sei Rekordsumme

Wie vertraglich vorgesehen, wird Mainova Gewinne an die Holding der Stadtwerke Frankfurt abführen. Denn der Versorger gehört mehrheitlich der Holding der Stadtwerke, die eine 100-prozentige Tochter der Stadt Frankfurt ist. Die Gewinnabführung beträgt aktuell 165,5 Millionen Euro (nach 110,8 im Vorjahr). Das sei eine Rekordsumme.

Trotz Einbußen im Gasgeschäft verzeichne der Konzern eine positive Kundenentwicklung. Derzeit komme auf acht Neukunden nur eine Vertragskündigung. Im ersten Quartal 2011 seien 40 500 Privatkunden gewonnen worden. Mit 2884 Mitarbeitern zum Jahresende 2010 beschäftigte der Mainova-Konzern 25 Menschen mehr als Ende 2009. Auch weitere Neueinstellungen seien geplant, sagte der Vorstandsvorsitzende Constantin Alsheimer laut Mitteilung. Bis 2015 will Mainova den Anteil erneuerbarer Energien an der eigenen Stromproduktion auf 15 Prozent verdoppeln. Bis dahin stünden für klimafreundliche Investition 500 Millionen Euro bereit.

dpa

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