„manroland“ plant Übernahme in Schweiz

Offenbach ‐ Der Druckmaschinenhersteller „manroland“ will den angeschlagenen Schweizer Konkurrenten Wifag übernehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden, berichtete der weltweit zweitgrößte Hersteller von Druckmaschinen gestern. Von Marc Kuhn

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Die Verhandlungen sollten im Frühjahr abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein „manroland“-Sprecher unserer Zeitung. Der Druckmaschinenhersteller wolle die Marktbereinigung aktiv mitgestalten. „Manroland“ verspreche sich von der Übernahme den Zugang zu innovativer Technologie. Wifag habe eine stabile Kundenbasis weltweit, fokussiert auf Westeuropa. Mit dem Geschäft wolle „manroland“ den Umsatz im Servicebereich steigern. Wie unsere Zeitung aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, passen beide Firmen gut zusammen. Wifag sei im Premiumsegment des Zeitungsdrucks engagiert. „Ein kleines, aber feines Unternehmen.“ „Manroland“ würden keine weiteren Belastungen drohen.

Die Druckmaschinen-Fabrik Wifag hatte im Oktober den Abbau von weiteren 300 Stellen angekündigt, wie die „Berner Zeitung“ berichtete. Betroffen sei die kriselnde Zeitungssparte, in der die Wifag bereits im Mai den Abbau von 90 der 650 Arbeitsplätze angekündigt hat. Der Abbau erfolge bis Ende 2010.

Der Eigentümer von Wifag sei sich seiner Verantwortung bewusst, erklärte der „manroland“-Sprecher zu dem Stellenabbau. Die erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen seien eingeleitet worden. Eine Fusion von „manroland“ mit dem ebenfalls angeschlagenen Marktführer Heidelberger Druck war 2009 gescheitert. Mittlerweile ist Heideldruck wieder auf der Suche nach einem Partner.

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