Mehr Förderung für Sanierung von Gebäuden

Frankfurt (ku) - Eigentümer, die ihre Immobilie sanieren möchten, profitieren von extrem niedrigen Bauzinsen. Zur Finanzierung spezieller Modernisierungsvorhaben bieten sich zusätzlich Förderprogramme der staatlichen KfW-Bank an.

Die Förderkriterien wurden jetzt überarbeitet, wie die Deutsche Bank berichtete.

Die KfW-Bank bietet Eigentümern, die ihre Immobilie altersgerecht umbauen oder energetisch sanieren möchten, zinsverbilligte Darlehen und direkte Zuschüsse. Ende 2011 hat das staatliche Kreditinstitut zahlreiche Förderkriterien reformiert und neue Programme aufgelegt. Im Ergebnis wurden die Fördermittel für die Sanierung von Wohngebäuden ausgeweitet, mehr Geld für energieverbessernde Maßnahmen bereitgestellt und das Programm zur altersgerechten Modernisierung von Wohngebäuden fortgeführt. Die Neuerungen im Überblick:

Energieeffizient Sanieren

Investitionszuschuss: Die KfW-Bank erhöhte die Zuschüsse für Energieverbesserungen an Wohngebäuden auf bis zu 20 Prozent der Investitionssumme. Der Förderhöchstbetrag im Programm 430 stieg auf 15.000 Euro. Einzelne Baumaßnahmen werden nunmehr mit 7,5 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst, bisher lag dieser Satz bei 5 Prozent. Der maximale Zuschuss für Einzelmaßnahmen kletterte auf 3 750 Euro. Eine weitere Neuerung betrifft die Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen. Diese werden ab April 2012 auch als Einzelmaßnahme gefördert. Die Optimierung umfasst unter anderem die Neueinstellung der Heizungsregelung, die Abstimmung einzelner Heizungskomponenten und den Austausch alter Pumpen gegen Hocheffizienzpumpen.

Baubegleitung

Das Förderprogramm 431 umfasst die Planung und Begleitung einer energetischen Sanierung durch einen Energieberater. Dessen Arbeit fördert die KfW jetzt mit einem Kostenzuschuss von 50 Prozent. Der Förderhöchstbetrag hat sich zum 1. Januar 2012 auf 4 000 Euro erhöht – bislang lag dieser Satz bei 2 000 Euro

Effizienzhaus-Denkmal

Zum 1. April tritt das Programm „Effizienzhaus-Denkmal“ in Kraft. Wer eine denkmalgeschützte Immobilie erwirbt und ihre Energiebilanz verbessert, der kann künftig vergünstigte Zinssätze, Tilgungs- oder Investitionszuschüsse von bis zu zehn Prozent der Investitionskosten in Anspruch nehmen. Bei der Genehmigung der Fördermittel achtet die KfW vor allem auf die Senkung des Primärenergiebedarfs, eine komplette Fassadendämmung ist nicht mehr gefordert. Bislang wurden Fördermittel abgelehnt, wenn keine Wärmedämmung erfolgte. Künftig soll die Begleitung des Bauvorhabens durch einen Energieberater zur Pflicht werden.

Altersgerechter Umbau

Barrierereduziertes Wohnen: Entgegen den ursprünglichen Planungen führt die KfW das Programm „Altersgerecht Umbauen“ auch 2012 mit eigenen Mitteln fort. Unterstützt werden Modernisierungsmaßnahmen zum Abbau von Barrieren in Wohnungen und Häusern, zum Beispiel der Umbau von Bädern, die Verbreiterung von Wohnungsfluren, der Einbau von Aufzügen oder der Anbau von Balkonen. Neu ist die Einführung des Förderstandards „Altersgerechtes Haus“ für umfassende Modernisierungen mit dem Ziel eines weitgehend barrierereduzierten Hauses.

Eigentumserwerb

Wohneigentum: Immobilienkäufer erhalten im Programm „Wohneigentum“ nur noch zinsgünstige KfW-Darlehen bis zur Höhe von 50.000 Euro, bislang waren 75.000 Euro möglich. Andererseits entfällt die Einschränkung des Darlehenshöchstbetrags auf 30 Prozent der Anschaffungskosten, wie die Deutsche Bank berichtete. Für kleinere Immobilienkäufe ist dies ein Vorteil. Beispiel: Kostet ein Objekt 100.000 Euro, so sind jetzt bis zu 50.000 Euro Förderdarlehen möglich, bislang waren es 30.000 Euro

Um eine Förderung der KfW-bank zu beantragen, müssen sich die Immobilienbesitzer direkt an ihre Hausbank wenden.

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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