Mehr Lehrstellen im Angebot

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Die hessischen Agenturen für Arbeit haben am Tag des Ausbildungsplatzes 2 382 zusätzliche Lehrstellen eingeworben.

Frankfurt (ku) ‐ Die hessischen Agenturen für Arbeit haben am Tag des Ausbildungsplatzes 2 382 zusätzliche Lehrstellen eingeworben.

Damit seien am Dienstag die guten Ergebnisse der vergangenen Jahre nochmals deutlich übertroffen worden, teilte die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gestern in Frankfurt mit. Im vergangenen Jahr seien 1 478 zusätzliche Ausbildungsplätze gefunden worden, 2008 seien 1 210 gewesen, 2007 etwa 1 020. Die meisten Lehrstellen habe es mit 1 396 Ausbildungsplätzen im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt gegeben, in Offenbach sind es 32. Um die zusätzlichen Lehrstellen zu akquirieren wurden etwa 3 900 hessische Unternehmen angesprochen, wie die Regionaldirektion weiter berichtete. Betriebsbesuche, Telefonaktionen und Informationsveranstaltungen standen dabei im Mittelpunkt der Aktivitäten.

„Mit diesem sehr guten Ergebnis haben wir angesichts der noch immer unsicheren wirtschaftlichen Situation nicht gerechnet. Für mich ist das ein Zeichen, dass Arbeitgeber sich aktiv um ihren eigenen Nachwuchs kümmern und in Zukunft nicht auf Fachkräfte verzichten wollen“, erklärte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen. „Dennoch werden wir gerade im Rhein-Main-Gebiet sicherlich nicht alle Stellen mit den entsprechenden Wunschkandidaten besetzen können.“ Martin kritisierte unter anderem die Fixierung junger Leute auf nur einen Beruf.

Bei den Agenturen für Arbeit in Hessen, den Arbeitsgemeinschaften und Optionskommunen hätten sich bis April fast 32 370 Bewerber für einen Ausbildungsplatz gemeldet, so die Regionaldirektion. Mehr als 25 210 Lehrstellen seien gemeldet worden. Die Zahl der Bewerber sei somit im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent an gestiegen, die Zahl der Ausbildungsplätze um 5,7 Prozent. „18 713 junge Frauen und Männer waren am Stichtag noch auf der Suche nach einer Lehrstelle, 13 561 Ausbildungsplätze konnten noch nicht besetzt werden.“

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