Mercedes-Benz bleibt wertvollste deutsche Marke

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Mercedes-Benz bleibt die wertvollste deutsche Marke.

Franfurt - Mercedes-Benz bleibt die wertvollste deutsche Marke. Der größte Sprung auf der Top-100-Liste des Markenspezialisten Interbrand gelang Google, abgestürzt sind viele Banken.

An der Spitze hat sich nichts geändert: Coca-Cola führt die Rangliste seit dem Jahr 2000 unverändert an. Erstmals seit Beginn der Aufstellung vor zehn Jahren ist aber der Wert aller Marken zusammen gesunken, und zwar um 4,6 Prozent. Elf deutsche Marken sind in der am Freitag von Interbrand und der Wirtschaftszeitschrift “BusinessWeek“ veröffentlichten Rangliste vertreten und bilden die zweitstärkste Ländergruppe nach den USA, die mit 51 globalen Marken dominieren.

Mercedes-Benz ist von Rang elf auf Rang zwölf abgerutscht. BMW folgt auf Rang 15 (Vorjahr: 13). Mit VW (Rang 55, Vorjahr: 53), Audi (Rang 65, Vorjahr: 67) und Porsche (Rang 74, zuvor: 75) sind drei weitere deutsche Automobilhersteller im Ranking.

Stärkster Wertzuwachs für adidas

Den stärksten Wertzuwachs unter den deutschen Marken erzielte adidas und stieg damit in der internationalen Rangliste von Platz 70 auf Platz 62. Nivea klettert von Platz 98 auf Position 86. Neu in der deutschen Gruppe ist Puma auf Platz 97. Weitere deutsche Marken in der Rangliste sind SAP (Rang 27, Vorjahr: 31), Siemens (Rang 47, Vorjahr: 48) und Allianz (Rang 81, zuvor: 82).

Unter den ersten fünf Marken gab es in der Rangfolge keine Änderungen, wie Interbrand vermeldet. Nach Coca-Cola auf Rang eins folgen IBM, Microsoft, der Mischkonzern GE und Nokia. MacDonalds stieg von acht auf sechs, Google von zehn auf sieben. Der Internetkonzern legte mit einem Wertzuwachs von 25 Prozent den größten Sprung hin, nachdem er erst ein Jahr zuvor von Platz 20 auf Platz zehn gestiegen war. Toyota rutsche von Rang sechs auf acht, Intel von sieben auf neun und Disney von neun auf zehn.

Vertrauen der Kunden in Banken hat gelitten

Interbrand, nach eigenen Angaben des größte Markenberater der Welt, ermittelt jährlich nach einem speziellen Verfahren den Wert der Marke für das Geschäft eines Unternehmens. Dabei spielt das Vertrauen der Kunden eine wichtige Rolle. Die stärkste Rezession seit Dekaden hat nach Einschätzung von Interbrand-Chef Jez Frampton vor allem das Vertrauen der Kunden in Banken und andere Finanzinstitute aufgefressen.

Entsprechend stürzten die Markenwerte. Die Schweizer UBS fiel mit einem Minus von 50 Prozent von Rang 41 auf 72. Citi verlor 49 Prozent und stürzte von Platz 19 auf 36. American Express fiel von 15 auf 22, Morgan Stanley von 42 auf 57. HSBC sank von Rang 27 auf 32, dagegen hielten sich JPMorgan und Goldman Sachs unverändert auf den Plätzen 37 beziehungsweise 38 auf der Liste. Zu den Aufsteigern in der Markenrangliste zählen neben Google auch das Online-Kaufhaus Amazon, das mit einer Wertsteigerung um 22 Prozent von Rang 58 auf 43 vorankam, die spanische Modemarke Zara (von 62 auf 50), der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé (von 63 auf 58) sowie der Computerbauer Apple, der von Platz 24 auf 20 stieg. Bester Neueinsteiger war das Kosmetikunternehmen Lancôme auf Rang.

ap

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