Rekordzahlen für 2008 vorgelegt

Messe Frankfurt stemmt sich gegen Krise

Frankfurt - Nach Rekordzahlen für 2008 stellt sich die Messe Frankfurt auf Herausforderungen ein. Sie beende ihr wirtschaftlich erfolgreichstes Jahr überhaupt mit Bestmarken beim Umsatz, Ergebnis, Jahresüberschuss und Ausstellerzahl, sagte Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, gestern. Mit 69 000 Ausstellern sei ein neuer Rekord erreicht worden.

Der Umsatz belaufe sich auf 440 Millionen Euro, die neunte Steigerung in Folge. Das Vorsteuerergbnis habe 52 Millionen Euro erreicht. Nach Steuern stehe ein Reingewinn von 36 Millionen Euro in den Büchern, erklärte von Zitzewitz in Frankfurt. Weltweit habe der Konzern 102 Messen und Ausstellungen veranstaltet. An 42 inländischen Messen hätten fast 43 700 Aussteller teilgenommen. In Frankfurt seien 36 Messen durchgeführt worden. Und: „Das Kongress- und Tagungsgeschäft ist ein wichtiges Geschäftsfeld in unserem Portfolio“, berichtete von Zitzewitz. 2008 sei mit 113 Veranstaltungen dieser Art ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen.

Eine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Rezessionsjahr wagte er nicht. „Das laufende Geschäftsjahr verlangt von uns allen eine gehörige Portion Stehvermögen“, sagte der Messechef. Und auch die Prognosen für 2010 seien ungewiss. „Aber: Auch 2009 will und wird die Messe Frankfurt in der Gewinnzone bleiben.“ Für dieses Jahr sei ein Kostenreduktionsprogramm eingeleitet worden. Die Zahl der Mitarbeiter solle aber stabil bleiben.

Viele Branchen stünden vor ernsten Herausforderungen. Dieser Prozess werde auch an der Messe Frankfurt nicht spurlos vorbei gehen. Über das erste halbe Jahr äußerte sich von Zitzewitz positiv. „Alle unsere großen Messen sind sehr gut gelaufen - mit größtenteils stabilen Ausstellerzahlen.“ Schwieriger werde das zweite Halbjahr. So werde beispielsweise die Automobilmesse IAA deutlich kleiner ausfallen als 2007.

Trotz der Herausforderungen plant die Messe Investitionen. „Wer kann, investiert jetzt antizyklisch - und wir können“, erklärte von Zitzewitz. So werde zum Beispiel Geld in IT-Strukturen, das Serviceangebot und den Bau der Halle 11 gesteckt. „Investitionen gehen mit riesigen Summen in den Standort Frankfurt.“

Nach Einschätzung des Messechefs wird sich der Trend zur Konsolidierung in der Branche fortsetzen. 20 Unternehmen würden sich 2012 nach einer Studie die Hälfte des Weltmarkts untereinander aufteilen - die Messe Frankfurt werde dazu gehören.

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