Messe Frankfurt verbucht Rekord

Frankfurt - Die Messe Frankfurt hat 2010 Rekordwerte erwirtschaftet und ist erfolgreich in das laufende Jahr gestartet. „Wir sind richtig guter Laune“, sagte Wolfgang Marzin, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe GmbH, gestern in Frankfurt. Von Marc Kuhn

Auch das erste Halbjahr 2011 sei hervorragend gelaufen. „Die Konsumbremse ist gelöst und davon profitieren viele Branchen“, erklärte Marzin. „Die Messe Frankfurt zählt zu den Top-Fünf-Unternehmen unserer Branche weltweit und ist die umsatzstärkste Messegesellschaft mit eigenem Gelände. “.

Weltweit seien im vergangenen Jahr 87 Messen und Ausstellungen mit etwa 2,4 Millionen Besuchern und rund 68 500 Ausstellern veranstaltet worden, berichtete Marzin. In Frankfurt hätten 31 Messen und Ausstellungen stattgefunden, darunter 14 eigene Veranstaltungen mit etwa 22 400 Ausstellern und mehr als 917 000 Besuchern. Und: „Das Ausland ist wichtig für die Messe“, erläuterte Marzin. Dort hätten im vergangenen Jahr 51 Messen und Ausstellungen mit etwa 26 200 Ausstellern stattgefunden, rund 921 000 Besucher seien gezählt worden.

2010 sei ein neuer Spitzenumsatz erzielt worden, sagte Klaus Münster-Müller, bei der Messe für die Finanzen zuständig. Er sei von etwa 424 Millionen Euro auf 448,3 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz habe damit um mehr als acht Millionen Euro über dem Wert des bisherigen Spitzenjahres 2008 gelegen. „Mit diesem Umsatz stehen wir im Vergleich zu den anderen deutschen Messegesellschaften an der Spitze - und zwar mit großem Abstand“, erklärte Münster-Müller. In Frankfurt sei etwa 70 Prozent des Umsatz erwirtschaftet worden. Er habe 313,8 Millionen Euro betragen. Ein gutes Viertel des Umsatz werde mittlerweile im Ausland erzielt. 2008 und 2009 seien es noch 21 Prozent gewesen. Im vergangenen Jahr habe der Umsatz mit 113,8 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Er habe das bisherigen Spitzenjahr 2008 um rund zehn Millionen Euro übertroffen. Die asiatischen Gesellschaften der Messe GmbH hätten 2010 mit 77,5 Millionen Euro am meisten zu den Rekordzahlen beigetragen. Für das laufende Jahr rechnet Münster-Müller mit einem Umsatz auf Höhe des Niveaus von 2010.

Das Vorsteuerergebnis habe im vergangenen Jahr bei 41,8 Millionen Euro gelegen, sagte er weiter. Der Gewinn sei vor allem wegen Abschreibungen und Finanzierungskosten für den Bau der Halle 11 geringer als in den Vorjahren ausgefallen. Zudem seien die Personalkosten wegen Einstellungen gestiegen. 2009 habe der Gewinn 36,6 und 2008 über 51 Millionen Euro betragen. Ohne die Abschreibungen und Zinsen habe das Ebitda mit 108,5 Millionen Euro einen neuen Spitzenwert erreicht. Der Jahresüberschuss habe rund 24,3 Millionen Euro betragen.

Im ersten Halbjahr habe sich Frankfurt als „der weltweit internationalster Messeplatz“ behauptet, sagte Marzin. Erfolgreich sind nach seinen Worten auch die vier bisherigen Messepremieren gewesen - die M-Days, die Creativworld, die Texprocess und die Maintier. Die Messe rund um das Haustier sei „was fürs Herz, was für Frankfurt, was für die Region“. Insgesamt würden für 2011 und das nächste Jahr weltweit 22 neue Messen vorbereitet, erklärte Marzin. In Zukunft wolle die Messe Frankfurt verstärkt in Veranstaltungen aus den Bereichen Technik, Logistik und IT investieren. „Wir haben noch ein paar Pfeile im Köcher“, berichtete Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

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