Zahl der Mitarbeiter ist gestiegen

Messe nach Krisenjahr zuversichtlich

+
Wolfgang Marzin (Mitte), Chef der Messe Frankfurt, steht zwischen den Geschäftsführern Uwe Behm (links) und Detlef Braun.

Frankfurt ‐ Nach starken Umsatz- und Gewinnrückgängen 2009 ist die Messe Frankfurt erfolgreich ins laufende Jahr gestartet. Der Umsatz sei auf knapp 424 Millionen Euro gesunken, sagte der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe, Wolfgang Marzin, gestern in Frankfurt. Von Marc Kuhn

Das sei ein Resultat, das kein anderer Standort in der deutschen Messebranche vermelden könne. 2008 hatte das Unternehmen noch 440 Millionen Euro erlöst. Das Ergebnis vor Ertragssteuern habe 2009 bei fast 37 Millionen Euro gelegen nach 52 Millionen im Vorjahr. Der Überschuss habe im vergangenen Jahr 23 Millionen Euro betragen nach 36 Millionen 2008. „Die Messe Frankfurt ist im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 profitabel geblieben“, erklärte Marzin.

Er sprach von einem überraschend guten Geschäftsverlauf 2010. Für das gesamte Jahr werde ein Umsatz wie im Rekordjahr 2008 angestrebt. Der Gewinn werde allerdings unter den Werten des Jahres 2009 liegen. Gründe sind zusätzliche Einstellungen sowie Zinsen und Abschreibungen für Gebäude auf dem Messegelände, wie Geschäftsführer Uwe Behm berichtete. Die Zahl der Mitarbeiter ist von mehr als 1 530 auf 1 665 Angestellte gestiegen.

Weltweit habe die Messe im vergangenen Jahr 91 Messen und Ausstellungen veranstaltet. Insgesamt hätten sich 63 400 Aussteller beteiligt. Etwa 3,85 Millionen Menschen besuchten die Veranstaltungen des Konzerns, erläuterte Marzin. In Frankfurt hätten 31 Messen und Ausstellungen stattgefunden, darunter 14 konzerneigene Veranstaltungen mit rund 18 900 Ausstellern und 744 000 Besuchern. Die Messe will sich künftig zusätzlich um das Ausstellungsthema Sicherheitstechnik kümmern. Ebenfalls neu im Angebot ist die Pariser Modemesse „Ethical Fashion Show“, bei der es um nachhaltig erzeugte Textilien geht.

Kommentare