Experten: Vorfinanzierung entfällt häufig

Neuer Grenzwert bei der Umsatzsteuer

Wiesbaden - (ku) Grundsätzlich müssen Unternehmen die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, sobald die Rechnung gestellt wurde. Eine Ausnahme besteht jedoch für kleinere Unternehmen, deren Gesamtumsatz im Vorjahr nicht mehr als 250 000 Euro betragen hat, wie der Bund der Steuerzahler weiter mitteilte.

„Sie können von der Istversteuerung Gebrauch machen und müssen die Umsatzsteuer erst dann an das Finanzamt abführen, wenn sie diese vom Rechnungsempfänger auch erhalten haben.“ Mit der Verabschiedung des so genannten Bürgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung wurde dieser Grenzbetrag nun verdoppelt. Seit 1. Juli dürfen alle Firmen von dieser Ausnahme Gebrauch machen, deren Vorjahresumsatz eine Grenze von 500 000 Euro nicht überstieg. Bisher habe der höhere Grenzwert nur in den neuen Bundesländern gegolten. Mit der Anhebung des Grenzbetrages entfalle in vielen Fällen die Vorfinanzierung der Umsatzsteuer. „Dies dürfte sich für viele Unternehmen liquiditätsfördernd auswirken.“

Der Bund der Steuerzahler Hessen weist darauf hin, dass die sogenannte Istversteuerung beim Finanzamt beantragt werden muss. Der Steuerzahlerbund stelle unter http://www.steuerzahler-hessen.de einen kostenlosen Musterantrag zu Verfügung.

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