"Occupy Wall Street": Protestwelle rollt auf Deutschland zu

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“Occupy Wall Street“ begann vor etwa einem Monat als kleinere Protestbewegung in New York.

Frankfurt/Main - Nach dem Vorbild der amerikanischen Protestbewegung “Occupy Wall Street“ (“Besetzt die Wall Street“) wollen an diesem Samstag Kapitalismuskritiker in deutschen Städten auf die Straße gehen.

Sie demonstrieren gegen das Finanzsystem und große Teile der Bankenwelt. In Frankfurt/Main wollen die Protestierenden ihren Unmut über eine soziale Schieflage in der Gesellschaft vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank kundtun. In Berlin ziehen sie unter dem Motto “global change“ (“weltweiter Wandel“) vor das Bundeskanzleramt. Unter den Organisatoren sind auch die Globalisierungskritiker von Attac.

“Occupy Wall Street“ begann vor etwa einem Monat als kleinere Protestbewegung in New York, seither hat sie dort Tausende Menschen mobilisiert und weltweit Beachtung gefunden. Die globale Protestwelle soll alle fünf Kontinente umfassen. Nach Angaben der Website “www.15october.net“ erreichen die Demonstrationen und kleineren Aktionen weltweit etwa 1000 Städte.

"Occupy Wall Street" erobert die Welt

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In Deutschland fordert der Organisator der Leipziger Kundgebung, Mike Nagler, mehr direkte Demokratie: Die Politik habe schon längst die Kontrolle über den Finanzsektor verloren, das müsse sich ändern.

Weitere größere deutsche Demos mit Musik und Reden werden in Köln, München, Hamburg, Hannover und Stuttgart erwartet. Attac-Aktivisten wollen in Freiburg zur Deutsche-Bank-Filiale ziehen. Auch durch Kleinstädte wie Waiblingen oder Herne soll ein Hauch “Occupy Wall Street“ wehen.

dpa

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