Ölpreise geben vor US-Lagerdaten wieder nach

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Als klar wurde, dass Teheran seine Ölexporte im Zuge des schrittweisen Abbaus der Wirtschaftssanktionen erst vergleichsweise spät erhöhen darf, drehte sich die Stimmung am Ölmarkt. Foto: Horst Pfeiffer

Noch am Morgen hatten die Ölpreise zugelegt - denn der Iran darf auch nach der historischen Einigung im Atomstreit seine Ölexporte erst vergleichsweise spät erhöhen. Doch das Überangebot auf dem Weltmarkt bleibt stark und drückt nun wieder auf die Preise.

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind nach Gewinnen im frühen Handel ins Minus gedreht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am frühen Nachmittag 58,01 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Vortag.

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 37 Cent auf 52,67 Dollar.

Vor der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven sei das starke Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt wieder stärker in den Fokus der Anleger gerückt, hieß es aus dem Handel.

Am Nachmittag wird die US-Regierung die Lagerbestände an Rohöl veröffentlichen. Experten gehen zwar von einem Rückgang der amerikanischen Ölvorräte um 1,9 Millionen Barrel aus. Allerdings liegt das Niveau der Reserven derzeit etwa 100 Millionen Barrel über dem Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre.

Am Morgen hatten die Ölpreise noch an die Gewinne vom Vorabend anknüpfen können. Grund war, dass das wichtige Förderland Iran nach der historischen Einigung im Atomstreit die Ölexporte erst vergleichsweise spät erhöhen darf. Indes hatte in den vergangenen Handelstagen bereits die Aussicht auf eine Einigung die Ölpreise gedrückt.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ging zuletzt ebenfalls zurück. Das Opec-Sekretariat teilte am Mittwoch mit, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Dienstag bei 54,55 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) gelegen habe. Das waren 68 Cent weniger als am Vortag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

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