Pflegebedürftigkeit kann im Alter sehr teuer werden

Offenbach - (ku) Die Zahl der Pflegebedürftigen kann aufgrund der Alterung der Gesellschaft von derzeit gut zwei Millionen Menschen in den nächsten zehn Jahren auf bis zu drei Millionen steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Bank.

Der Staat hat zwar 1995 die Pflegepflichtversicherung als „fünfte Säule“ der Sozialversicherung eingeführt, neben Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Berufsunfallversicherung. Doch mit Blick auf die demographische Entwicklung fragen sich viele Bürger, ob die Leistungen den tatsächlichen Bedarf absichern. Die häusliche Pflege ist nicht mehr selbstverständlich und ein gutes Pflegeheim kann zur finanziellen Belastung für die Familie werden.

Eine private ergänzende Pflegeversicherung ist sinnvoll, da die Kosten für die Pflege in der Regel höher liegen als die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung“, sagt Dirk Hellmuth, Filialleiter der Deutschen Bank in Offenbach. Jeder dritte Befragte bei der Vorsorgestudie des Instituts unterschätzt die realen Kosten der Pflege und 75 Prozent veranschlagen den Eigenanteil zu niedrig, wie es hieß. „Sind die Mittel des Pflegebedürftigen aufgebraucht, werden Ehepartner, Kinder oder Enkel unterhaltspflichtig.“ Zur Entlastung der Angehörigen werde daher eine Pflegeergänzungsversicherung zum wichtigen Baustein der privaten Altersvorsorge, erklärte die Bank.

Beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sollte auf die Absicherung aller Pflegestufen geachtet werden“, sagte Hellmuth. „Beruhigend ist, wenn eine feste Pflegerente garantiert wird. Im Leistungsfall sollte eine Beitragsbefreiung vereinbart werden.“

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