Aldi-Familien bleiben reichste Deutsche

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Die Besitzer der Discount-Imperien Aldi und Lidl sind die reichsten Deutschen

Hamburg - Über 100 Milliardäre leben in Deutschland. Der Reichste bietet ausgerechnet die billigsten Artikel an: Aldi-Gründer Karl Albrecht. Wer noch unter den Top Ten ist:

Niemand in Deutschland ist reicher: Die Gründerfamilien von Deutschlands beiden größten Lebensmittel- Discountern Aldi und Lidl bleiben 2010 laut einer Schätzung des “manager magazin“ die reichsten Menschen des Landes. Die Zeitschrift gab am Dienstag ihre jährliche Liste mit den reichsten Deutschen bekannt. Demnach verfügt Karl Albrecht (90, Aldi Süd) über ein geschätztes Vermögen von 17,1 Milliarden Euro. Die Erben seines im Sommer verstorbenen Bruders Theo, Berthold und Theo Albrecht jr. (Aldi Nord), kommen auf rund 16 Milliarden Euro. Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz (71) landete wie im Vorjahr auf Platz drei: Er soll laut der Zeitschrift über 10,5 Milliarden Euro verfügen.

Insgesamt gibt es derzeit in Deutschland 103 Einzelpersonen oder Familien mit einem Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro. 2009 waren es 99. Den größten Vermögenszuwachs habe der Unternehmer Klaus-Michael Kühne verbucht. Dessen Beteiligungen (Kühne & Nagel, Hapag-Lloyd) hätten vom Aufschwung profitiert. Sein Vermögen sei in den vergangenen zwölf Monaten um 900 Millionen auf 4 Milliarden Euro gestiegen. Auch die Familie Reimann (Reckitt Benckiser, Coty) habe einen starken Zuwachs von 850 Millionen auf 8 Milliarden Euro registriert.

Größter Verlierer der diesjährigen Rangliste sei die Familie Berthold und Theo Albrecht jr., deren Vermögen um 750 Millionen Euro auf 16 Milliarden Euro gesunken sei. Mit hohen Verlusten hätten auch die Familien Porsche (minus 500 Millionen Euro) und Schlecker (minus 450 Millionen Euro) abgeschnitten. Die reichsten Großfamilien mit zum Teil mehreren hundert Mitgliedern sind laut “manager magazin“ die Familien Brenninkmeijer (C & A) mit rund 21 Milliarden Euro, Haniel (u.a. Metro) mit 9,5 Milliarden Euro und Henkel mit 8,5 Milliarden Euro. Bei diesen Familien könne das Vermögen aber keinem überschaubaren Personenkreis zugeordnet werden. Für die Rangliste hat das Magazin nach eigenen Angaben unter anderem in Archiven und Registern recherchiert sowie Vermögensverwalter, Anwälte und Bankmanager befragt. Aktien wurden nach Kursen von Anfang September bewertet.

dpa

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