Rekordstände auf Hessens Lehrstellenmarkt

Frankfurt/Offenbach (ku) - Den höchsten Stand an neuen Ausbildungsverträgen seit 15 Jahren verzeichnen die hessischen Industrie- und Handelskammern: Ende Mai hatten 12.597 junge Menschen einen Lehrvertrag bei IHK-Unternehmen des Landes abgeschlossen.

Das sind 1265 mehr als im Vorjahr, wie die IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen gestern mitteilte. In Stadt und Kreis Offenbach ist das Angebot an Lehrstellen erheblich ausgebaut worden. Bei der Agentur für Arbeit Offenbach seien Ende Mai 1118 Ausbildungsplätze gemeldet gewesen, ein Plus von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte Friedrich Rixecker, Geschäftsführer bei der IHK Offenbach. Gleichzeitig sei die Zahl der Bewerber um mehr als sieben Prozent auf fast 2140 gesunken. Mehr als 600 Plätze seien noch unbesetzt.

Die vielen offenen Stellen in den IHK-Internet-Börsen zeigten, dass die Ausbildungsbetriebe noch dringend nach Bewerbern suchten, so die Arbeitsgemeinschaft. Insbesondere Bewerber für Fachinformatiker-Stellen und Büroberufe würden gesucht. „Unsere Unternehmen stellen sich auf rückgehende Schülerzahlen ein“, erklärte Brigitte Scheuerle, zuständig für Bildung bei der IHK Arbeitsgemeinschaft. In Hessen werden in den nächsten fünf Jahren mehr als 200.000 nichtakademische Fachkräfte zusätzlich benötigt, wie es hieß. Angesichts dieser Entwicklungen steige die Bereitschaft von Ausbildungsbetrieben, auch schwächeren Schülern eine Chance zu geben. „Mehr als der Schulabschluss zählen Interesse an Beruf und dem Ausbildungsbetrieb“, sagt Scheuerle.

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