Experten geben Lesern am Donnerstag Ratschläge bei einer kostenlosen Telefonaktion / Prepaid-Karten neu auf Markt

Mit der richtigen Reisekasse in den Urlaub

Offenbach (ku) - Karibik oder Kap Arkona, Dolomiten oder Dom Rep, Mexiko oder Malaga - die Reiselust der Deutschen ist ungebremst.

Und wenn dieser Tage landauf, landab die Koffer gepackt werden, stellt sich unweigerlich die Frage: Wie mach’ ich es mit der Reisekasse? Damit die schönsten Wochen des Jahres nicht zum Desaster werden, will gut überlegt sein, welche Zahlungsmittel für das jeweilige Reiseziel und den Reisetyp geeignet sind.

Ob Erholungsreise mit Familie, Kulturtrip oder Abenteuerurlaub - die Experten unserer Lesertelefonaktion informieren individuell zum richtigen Mix von Bargeld, Kreditkarte, Reiseschecks & Co. Und: Was muss man tun, wenn am Urlaubsort Kredit- und Bankkarte gestohlen werden? Wo erfährt man, ob es für das Reiseland Beschränkungen bei der Deviseneinfuhr gibt? Wie viel Bargeld sollte maximal mitgenommen werden? Bekommt man Bargeld im Ausland auch mit der Kreditkarte? Wie funktioniert eine Prepaid-Karte? An wen wendet man sich, wenn die Karte im Ausland gesperrt wird? Welche Zusatzleistungen können Kreditkarten beinhalten? Wann machen Reiseschecks Sinn? Diese und weitere Fragen rund um die sichere Reisekasse beantworten Finanzexperten und Verbraucherschützer bei einer kostenlosen Telefonaktion für die Leser unserer Zeitung am Donnerstag von 10 bis 17 Uhr. Am Telefon sind die Experten unter der Nummer 0800/0 60 40 00 zu erreichen:

Markus Feck, Rechtsanwalt, Referent Bankrecht bei der Verbraucherzentrale NRW, Düsseldorf;

Werner Adamek, Kriminalhauptkommissar, Opferschutzbeauftragter des Polizeipräsidiums Köln;

Katrin Veigel, Produktmanagement Kreditkarten, Commerzbank, Frankfurt;

Carsten Michael Gehrke, Leiter des nationalen Sorten- und Edelmetallhandels, Commerzbank, Frankfurt.

Zahlen Sie bar oder mit Karte?

Laut ADAC Reisemonitor sind die Deutschen bereit, für den Urlaub im Reisejahr 2011 wieder tiefer in die Tasche zu greifen. Damit das am Urlaubsort auch klappt, hat der Reisende die Wahl zwischen verschiedenen Zahlungsmitteln. Neben Bargeld kommt dabei immer häufiger die Kreditkarte zum Einsatz, die je nach Typ nützliche Zusatzleistungen enthält, zum Beispiel Versicherungen und Haftungslimits bei Verlust oder Diebstahl.

Neu auf dem Markt sind so genannte Prepaid-Karten, die wie eine Kreditkarte funktionieren, aber zuvor per Überweisung aufgeladen werden müssen. Frisches Bargeld wird in europäischen Reiseländern - wie zu Hause auch - an einem Geldautomaten mit der Bankkarte besorgt. Doch hier gibt es mitunter böse Überraschungen, denn nicht immer ist klar zu erkennen, welche Gebühren für eine Abhebung fällig werden. Als besonders sicher, wenn auch etwas umständlicher in der Handhabung, gelten nach wie vor Reiseschecks, die bei Verlust weltweit binnen 24 Stunden ersetzt werden können.

Risiken kennen und umgehen

Ohne Bargeld im Ausland - das ist wohl eine der schlimmsten Vorstellungen von Urlaubsreisenden. Laut Verbraucherzentrale NRW sperren Banken plötzlich am Ferienort die Girokarte wegen „auffällig vieler Kontobewegungen“. Die Geldinstitute wägen in diesen Fällen ab zwischen Sicherheitsinteressen und den Ansprüchen ihrer Kunden, die Karte möglichst flexibel zu nutzen. Durch einen solchen Fehlalarm kann der Verbraucher jedoch in sehr unangenehme Situationen kommen.

Ebenso unangenehm sind die Folgen, wenn am Bankautomaten im Urlaub Geheimzahl und Kartendaten ausgespäht werden. Das so genannte Skimming hat mittlerweile auch in vielen Urlaubsregionen zugenommen.

Nicht zuletzt kommt es aber auch darauf an, Bares, Karten und Reiseschecks möglichst diebstahlsicher aufzubewahren. Besonders in großen Städten und von Touristen stark frequentierten Zielen gilt hier erhöhte Vorsicht.

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