Schnellere Tilgung mit Zulagen

Offenbach (ku) - Jeder vierte neu abgeschlossene Riester-Vertrag ist mittlerweile ein Wohn-Riester-Vertrag. Über eine halbe Million Verträge gibt es schon - und das, obwohl der Start erst im November 2008 erfolgt ist.

Der Grund für den Erfolg ist einfach: Wer mit 35 oder 40 Jahren bereits in seiner Altersvorsorge wohnt, erlebt seine Investition täglich. Die ist im Unterschied zur Riester-Rente überdies frei vererbbar.

Wer darf „wohn-riestern“? Was wird gefördert? Wie erhält man die Zulage? Diese und ähnlich Fragen beantworten Experten bei einer kostenlosen Telefonaktion für die Leser unserer Zeitung am Donnerstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Am Telefon:

Peter Napitupulu, Finanzierungsexperte vom Verband der Privaten Bausparkassen e. V. (069/85008279);

Michael Grunert, Berater bei der Deutschen Rentenversicherung Hessen, Auskunfts- und Beratungsstelle Frankfurt (069/85008281);

Diplomkaufmann Ulrich Froemel, Steuerberater, Vorstandsmitglied der Bezirksgruppe Marburg, Steuerberaterverband Hessen e. V. (069/85008218).

Beim Wohn-Riester gilt: Zulagen und Steuervorteile machen die Tilgung schneller. Finanztest hat geförderte mit nicht geförderten Darlehen verglichen. Das Ergebnis: Der wirtschaftliche Vorteil eines geförderten Darlehens kann für eine dreiköpfige Familie - über die gesamte Laufzeit gerechnet - bis zu 50 000 Euro betragen. Ein überzeugendes Argument. Kein anderes Riester-Produkt ist für die Baufamilie ähnlich rentabel.

Die Grundzulage beträgt maximal 154 Euro pro Jahr für Alleinstehende und das Doppelte für Verheiratete, wenn beide einen Riester-Vertrag haben. Für jedes Kind gibt es pro Jahr 185 Euro zusätzlich, für ab 2008 und später geborene Sprösslinge sogar 300 Euro. Insbesondere Familien profitieren damit von der neuen Regelung. Zudem gibt es möglicherweise Steuervorteile. Und Berufseinsteiger erhalten zudem einmalig 200 Euro.

Wer es sich später anders überlegt und doch nicht bauen will, kann übrigens den Wohn-Riester-Vertrag später in einen Geld-Riester-Vertrag umwandeln. Aus der Eigenheimrente wird dann eine Geldrente. Und wer bereits einen klassischen Riester-Vertrag hat, kann 100 Prozent des angesparten Kapitals entnehmen, um es in eine Finanzierung einzubringen.

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