Kommentar: VW setzt Konkurrenz unter Druck

Krisenjahre sind Gründerjahre: Mitten in der größten Absatzflaute der Branche landet VW mit dem Einstieg bei Suzuki den nächsten Coup. Gerade erst hatten sich die Wolfsburger nach einer spektakulären Übernahmeschlacht Porsche gesichert. Von Marc Kuhn

Und der machtbewusste Chefaufseher Ferdinand Piëch will weitere Marken unter dem Dach von Volkswagen vereinen. Ziel ist, Toyota und GM zu überholen: VW strebt an die Spitze des Weltmarkts. Der Schritt ist konsequent. Suzuki ist ein starker Partner bei Kleinwagen, Volkswagen fehlen Angebote in diesem Bereich. Zudem sind die Japaner auf asiatischen Märkten präsent, die den Deutschen bisher verschlossen blieben.

Vor allem aber: Kooperationen bei den Autobauern erleichtern die dringend notwendigen Milliardeninvestitionen für die Fahrzeuge der Zukunft. Klassische Verbrennungsmotoren sind Auslaufmodelle. Es wird zwar noch einige Jahre dauern, bis Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellen-Autos in größeren Mengen über die Straßen rollen. Für ihre Entwicklung müssen aber gewaltige Summen aufgebracht werden. Gemeinsam wird es VW und Suzuki leichter fallen, in das nötige Knowhow zu investieren. Sie haben mit ihrem Zusammenschluss den Druck auf Konkurrenten erhöht.      MARC KUHN

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