„Attraktiver Arbeitgeber in Rhein-Main“

Skoda gibt kräftig Gas

Frankfurt - Der tschechische Autobauer Skoda sieht sich auf der Überholspur. „Unsere Marke ist in Deutschland fast fünf Mal so stark gewachsen wie der Markt“, sagte Imelda Labbé, Sprecherin der Geschäftsführung des Pkw-Herstellers gestern in Frankfurt. Von Marc Kuhn 

„Keine andere Automarke ist so stark gewachsen wie Skoda. “ In diesem Jahr würden voraussichtlich 174 500 Fahrzeuge verkauft. 2013 seien es knapp 159 940 gewesen. Dies sei eine Steigerung um gut neun Prozent. Der restliche Autommarkt ohne Skoda habe um etwa 2,1 Prozent zugelegt, erklärte Labbé. Zum Umsatz machte sie keine Angaben. In Weiterstadt beschäftigt Skoda mittlerweile fast 330 Menschen. Ihre Zahl ist seit 2010 um 60 gestiegen. Damit sei Skoda einer der attraktivsten Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet, sagte Labbé. 2015 soll zusätzliches Personal rekrutiert werden. In Weiterstadt ist der Vertrieb untergebracht. Hergestellt werden die Pkw der VW-Tochter in Tschechien.

Der Marktanteil von Skoda wird in diesem Jahr auf mindestens 5,7 Prozent nach 5,4 Prozent 2013 steigen, wie die Geschäftsführerin berichtete. Skoda sei im sechsten Jahr in Folge die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Der Octavia sei das einzige Importfahrzeug in der Liste der Top Ten der deutschen Zulassungsstatistik. Er belege Platz neun. Mehr als 1,5 Millionen Autos der Marke Skoda sind auf den deutschen Straßen unterwegs. Bis zum Ende der Dekade sollen es über zwei Millionen sein. In der Reihenfolge der beliebtesten Automarken in Deutschland werde Skoda 2014 Platz sieben verteidigen, sagte Labbé. Die Marke kommt nach ihren Worten vor allem bei Privatkunden an. Hinter Volkswagen und Mercedes-Benz nehme Skoda Rang drei ein. Bei den gewerblichen Kunden habe der tschechische Hersteller aber Boden gut gemacht. Der Verkauf an sogenannte Flottenbetreiber sei bis November um 30 Prozent gestiegen. Bei dieser Zielgruppe sehe Skoda erhebliches Wachstumspotenzial, erklärte Labbé.

Skoda Fabia: Clever und smart

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Skoda will die nach ihren Worten größte Modelloffensive seiner Geschichte fortsetzen. In diesem Jahr ist der neue Fabia auf den Markt gekommen. Im Januar startet der Fabia Combi. Im März wird der neue Superb vorgestellt und Mitte des nächsten Jahres eingeführt. Parallel zu der Modelloffensive werde im Händlernetz ein neues Unternehmensdesign umgesetzt, berichtete Labbé. Der Markenauftritt sei bereits bei etwa 50 Partnern realisiert worden. Bei ihnen sind nach Angaben von Labbé die Umsätze gestiegen. 2015 soll die Aktion abgeschlossen werden. Die Geschäftsführerin zeigte sich insgesamt zuversichtlich für das nächste Jahr.

Rubriklistenbild: © dpa

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