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Sparkasse: Kunden sollten auf Gebührentrick am Geldautomaten achten

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Von: Lisa Mayerhofer

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 Um die Kunden zur Zustimmung der Preiserhöhungen zu bewegen, werden einige Sparkassen kreativ und nutzen die Geldautomaten. (Symbolbild)
 Um die Kunden zur Zustimmung der Preiserhöhungen zu bewegen, werden einige Sparkassen kreativ und nutzen die Geldautomaten. (Symbolbild) © Michael Weber/Imago

Manche Sparkassen erhöhen ab Juli die Gebühren. Um die Kunden zur Zustimmung der Preiserhöhungen zu bewegen, werden einige Kreditinstitute kreativ und nutzen die Geldautomaten.

Berlin – Wenn Banken die Gebühren erhöhen wollen, haben sie seit vergangenem Jahr ein Problem: Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs müssen die Kunden Preiserhöhungen oder Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ihres Kreditinstituts ausdrücklich zustimmen, damit diese in Kraft treten können.

Das heißt, wenn eine Bank, wie etwa die Sparkasse*, die Gebühren erhöht, muss sie dafür die Zustimmung möglichst vieler Kunden einholen. Meist verschicken die Kreditinstitute dafür Briefe oder informieren ihre Kunden über ein Pop-up-Fenster beim Online-Banking.

Sparkasse: Zustimmung zu Gebührenerhöhungen am Geldautomaten

Manche Sparkassen sind nun laut einem Bericht des Handelsblatts kreativ geworden und fragen ihre Kunden auch am Geldautomaten um Zustimmung. Das heißt, wer dort seine Karte einsteckt, um Geld abzuheben, dem wird zuerst ein Fenster mit der Bitte um Zustimmung der neuen AGB angezeigt. Dabei können die Kunden laut Handelsblatt zwischen drei Antwortmöglichkeiten auswählen: „Zustimmung“, „Bereits erfolgt“ oder „Überspringen.“

Die Ansprache über die Geldautomaten nutzt laut dem Bericht unter anderem die Sparkasse Berlin, die zweitgrößte deutsche Sparkasse. Auch die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und die Stadtsparkasse Düsseldorf fragen zögernde Kunden am Geldautomaten, ob sie den Gebührenerhöhungen zustimmen wollen. Voraussetzung für die Abfrage am Geldautomaten sei aber laut Handelsblatt, dass die Sparkassen-Kunden vorher die neuen AGB geschickt bekommen haben.

Sparkasse: Verbraucherschützer wollen „nicht angreifen“

Doch werden Kunden am Geldautomaten, die vielleicht nur unter Zeitdruck Geld abheben wollen, nicht überrumpelt? Verbraucherschützer wollen jedenfalls nicht gegen diesen Trick vorgehen: „Wir haben das auch bei Volksbanken schon gesehen und entschieden, das nicht anzugreifen“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg dem Handelsblatt. Allerdings müssten die betroffenen Kunden „auch wirklich über die neuen AGB und Preise informiert“ worden sein. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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