Beitritt zu Abkommen

Puma setzt sich für Arbeiter in Bangladesch ein

Herzogenaurach - Der Sportartikelkonzern Puma tritt dem Abkommen für mehr Sicherheit in den Textilfabriken Bangladeschs bei. Die Kontrollen werden nun anders ablaufen.

Der Sportartikelhersteller schließt sich internationalen Handelskonzernen an und unterschreibt das Bangladesch-Abkommen. „Wir sind davon überzeugt, dass das hilft, die Arbeitsbedingungen noch weiter zu verbessern“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Herzogenaurach. Zusätzlich zu den bisherigen internen Kontrollen werde es nun unabhängige Überprüfungen des Brandschutzes und der Gebäudesicherheit geben. Dem Abkommen sind auf Initiative der Gewerkschaftsdachverbände IndustriALL und UNI Global Union inzwischen rund zwei Dutzend Firmen beigetreten, nachdem Ende April nahe Dhaka eine Textilfabrik eingestürzt war. Mehr als 1100 meist weibliche Arbeiter starben.

Daraufhin unterzeichneten Konzerne wie H&M, C&A, Tschibo und Otto, aber auch Kik, Lidl und viele weitere Firmen das Abkommen für besseren Arbeitsschutz. Mit Puma ist jetzt auch der weltweit drittgrößte Sportartikelhersteller dabei - die Franken produzieren über Zulieferer in sechs Fabriken rund elf Prozent aller Textilien in Bagladesch. Nach eigenen Angaben verpflichten sie sich nun, die Kosten für anfallende Reparaturen und Sanierungsarbeiten bei den Zulieferern zu tragen und nur mit Fabriken zusammenzuarbeiten, die die Sicherheitsmaßnahmen umsetzen. Pumas Lokalkonkurrent Adidas ist dem Abkommen bislang nicht beigetreten, weil die Nummer zwei der Branche in Bangladesch nur minimale Mengen produzieren lässt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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