Darmstadt betroffen - Frankfurt nicht

Strauss Innovation schließt Filialen

Langenfeld/Offenbach - Die in finanzielle Schieflage geratene Einzelhandelskette Strauss Innovation will 17 ihrer bundesweit 96 Filialen schließen.

Die unprofitablen Standorte müssten „bis spätestens zur Jahresmitte nach einem Ausverkauf“ dicht machen, teilte das Unternehmen gestern in Langenfeld mit. Rund 200 der insgesamt gut 1400 Beschäftigten werde zur Jahresmitte gekündigt, etwa 140 von ihnen könnten „zunächst in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln“. Geschlossen werden beispielsweise die Niederlassungen in Darmstadt und Bad Homburg. Die Filialen in Frankfurt in der Kaiserstraße und auf der Zeil werden fortgeführt.

Das Sanierungskonzept wird den Angaben zufolge nun potenziellen Investoren vorgestellt. Voraussichtlich in der nächsten Woche werde das eigentliche Insolvenzverfahren vom Amtsgericht Düsseldorf eröffnet, sagte Strauss-Sprecher Thomas Schulz. Sobald verbindliche Angebote von Geldgebern vorlägen, könne auf Grundlage des Sanierungskonzepts ein Insolvenzplan aufgestellt werden, über den letztendlich die Gläubigerversammlung entscheiden werde. Alle Maßnahmen dienten dem Ziel, das Sortiment für die Kunden „spannender, attraktiver und qualitativ hochwertiger zu gestalten“, erklärte der Sanierungsbeauftragte der Unternehmensführung, Hans Peter Döhmen.

Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

afp/ku

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare