Schlechte Nachrichten für Postkunden

Streik auch in Hessens Briefzentren

Offenbach - Schlechte Nachrichten für Postkunden: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat jetzt auch die Mitarbeiter in allen hessischen Briefzentren zum Streik aufgerufen.

Neben dem Briefzentrum in Kassel und Langgöns seien nun auch die Beschäftigten der Briefzentren in Offenbach, Frankfurt, Eichenzell, Wiesbaden und Darmstadt in die Streikmaßnahme einbezogen worden, teilte die Gewerkschaft mit. In der bestreikten Schicht werden überwiegend Briefe bearbeitet, die gestern in Hessen bei der Post AG aufgegeben wurden und außerhalb der jeweiligen eigenen Region befördert werden sollten.

„Mit dieser Streikmaßnahmen wollen wir die Deutsche Post AG bewegen, in der nächsten Verhandlungsrunde am 20./21. Mai ein Angebot vorzulegen, welches den Beschäftigten wirklichen Schutz gewährt“, so Detlev Borowsky vom Verdi-Landesbezirk Hessen. „Nebelkerzen hat die Post schon genug abgeworfen.“

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Betroffen von den Arbeitsniederlegungen sind unter anderem auch Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen legten Verdi zufolge bereits in der Nacht zu Dienstag „weit über 500 Beschäftigte“ die Arbeit nieder. Verbraucher müssen in dieser Woche also mit Verzögerungen bei der Briefzustellung rechnen. In dem Tarifstreit kämpft die Gewerkschaft u.a. gegen die Bildung von 49 Regionalgesellschaften, in denen die Mitarbeiter nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche bezahlt werden sollen. 

(dpa/sjm)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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