Vertrag mit Handwerker ist wichtig

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Beim Bau und Erwerb eines Eigenheims gibt es eine Menge Dinge zu beachten. Was kosten die eigenen vier Wände? Welche baulichen Risiken hat eine Gebrauchtimmobilie? Wie sinnvoll ist eine Anschlussfinanzierung?

Offenbach (ku) ‐ Beim Bau und Erwerb eines Eigenheims gibt es eine Menge Dinge zu beachten. Was kosten die eigenen vier Wände? Welche baulichen Risiken hat eine Gebrauchtimmobilie? Wie sinnvoll ist eine Anschlussfinanzierung?

Diese und andere Fragen beantworten Experten bei einer Telefonaktion für die Leser unserer Zeitung am Donnerstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Am Telefon:

Holger Berndt, Finanzierungsexperte vom Verband der Privaten Bausparkassen e.V. (069/85008279);

Diplomingenieur Hendrik Tovar, Gutachter für Schäden an Gebäuden (069/85008280);

Diplomingenieur Horst Pischel, Bauherren-Schutzbund e.V., berufener unabhängiger Bauherrenberater (069/85008281).

Zunächst muss sich der Häuslebauer um die Finanzierung kümmern. Denn eine realistische Berechnung der Finanzen bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Bauvorhaben. Die Banken beziehen hierfür das Eigenkapital sowie einen zuteilungsreifen Bausparvertrag und das Einkommen, nach Abzug aller Lebenshaltungskosten, ein.

Als nächstes erfolgt die Bauplanung, auch im Falle von größeren Sanierungsarbeiten bei einer Gebrauchtimmobilie, meist durch einen Architekten oder einen Ingenieur. Die Bauplanung mündet schließlich in den Bauantrag und später in die amtliche Baugenehmigung. Eine Fertigstellungsanzeige schließt das Projekt auch gegenüber dem Bauamt ab. Der Bauherr sollte vor Baubeginn einen Vertrag mit dem zu beauftragenden Unternehmen oder Handwerker schließen, der detailliert Auskunft über die Leistungen und Termine gibt. Hierzu zählt eine Baubeschreibung über Preis und Leistungsumfang. Sie bildet die Rechtsgrundlage bei eventuell auftretenden Mängeln. Leistungen, die sie nicht beinhaltet, müssen andererseits auch nicht erbracht werden.

Weiter zu beachten sind die gesetzlichen Neuerungen beim Hausbau und Kauf. Seit 1. Januar gilt das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz, kurz EEWärmeG. Dieses besagt, dass bei Neubauten für Heizung, Warmwasser und Kühlung erneuerbare Energien eingesetzt werden müssen. Der Bauherr kann im wesentlichen wählen zwischen Solarenergie, Biomasse und Geothermie. Falls das Haus einmal vermietet oder verkauft werden soll, schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) einen Energieausweis vor.

Die Nutzung von erneuerbaren Energien wird vom Staat durch die KfW-Bank gefördert. Das Förderprogramm „Energieeffizient Bauen“ bietet zum Beispiel ein zinsgünstiges Baudarlehen mit 2,47 Prozent effektivem Jahreszins und außerplanmäßigen Tilgungsmöglichkeiten.

Auch im Falle von Vermietung und Verkauf stellt das Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung eine solide Kapitalanlage dar. Wesentlicher Faktor für die Bewertung ist allerdings die Lage. Gute Renditen werden entsprechend nur in guten Lagen erzielt. Während Mieteinkünfte steuerlich geltend gemacht werden, ist der Verkaufserlös der zuvor mindestens fünf Jahre lang selbst genutzten Immobilie steuerfrei.

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