Öl und Kohle durch Pellets ersetzen

Offenbach - Wind und Holz sollen das Geschäft der Energieversorgung Offenbach (EVO) weiter antreiben.

Bis 2013 investiert der regionale Anbieter rund 115 Millionen Euro in den Ausbau regenerativer Energie. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Im Mai geht ein Pelletwerk in Offenbach in Dauerbetrieb, das nach Unternehmenangaben zu den größten in Deutschland gehört. Außerdem sind insgesamt sieben neue Windkraftanlagen im Vogelsberg und in der Wetterau geplant. Bereits seit Anfang des Jahres erzeugt der Versorger in Nordhessen Strom über Windräder.

Mit den Investitionen will die EVO nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Michael Homann unabhängiger werden von Öl, Gas und Kohle. So sollen Holzpellets die in einem Heizkraftwerk eingesetzten Brennstoff Kohle teilweise ersetzen und den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren. Vorgesehen sei, mittelristig alle Privat- und Gewerbekunden mit Energie aus eigener Produktion zu beliefern.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 setzte das Unternehmen 342,5 Millionen Euro um, knapp 29 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Überschuss stieg von 21 Millionen Euro auf 22,4 Millionen Euro. Die Hauptaktionäre - Stadt Offenbach und die MVV Mannheim - erhalten jeweils rund zehn Millionen Euro Dividende. Der Versorger liefert Strom, Gas, Fernwärme und Wasser an rund 170.000 Haushalte der Region. Er beschäftigt in Offenbach rund 870 Menschen. Bis 2020 sollen 45 Stellen wegfallen.

dpa

Rubriklistenbild: © Thorben-Wengert / Pixelio.de

Kommentare