Aktionäre profitieren

Auf Erfolgskurs: EVO steigert Ergebnis deutlich

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) ist weiter auf Erfolgskurs und hat im Geschäftsjahr 2019 das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) deutlich verbessert
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Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) ist weiter auf Erfolgskurs und hat im Geschäftsjahr 2019 das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) deutlich verbessert

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) ist weiter auf Erfolgskurs und hat im Geschäftsjahr 2019 das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) deutlich verbessert. Auch die Aktionäre profitieren von den guten Zahlen.

Offenbach – „Unsere Finanzziele konnten wir zum Teil deutlich übertreffen“, sagte EVO-Vorstandsvorsitzender Christoph Meier gestern bei der Bilanzpressekonferenz. Das Ebit in der EVO-Gruppe sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Millionen Euro auf 30,7 Millionen Euro gestiegen. Das entspreche einem Plus von 11,6 Prozent. Im Vorjahr betrug der Anstieg fünf Millionen Euro. „Damit liegt die Steigerung des Ebit über die vergangenen zwei Jahre berechnet bei insgesamt fast 40 Prozent“, unterstrich Meier. Der Jahresüberschuss der AG sei ebenfalls um fast ein Viertel gestiegen: Von 11,2 Millionen im Vorjahr auf nunmehr 13,8 Millionen Euro.

Das Plus resultiert nach Angaben von Meier im Wesentlichen aus einem besseren Windgeschäft sowie Einsparungen durch das Effizienzsteigerungsprogramm „Aufwind“. Meier hatte dem Regionalversorger nach seiner Amtsübernahme im Juli 2017 einen grundlegenden Umbau verordnet: Dabei wurden zahlreiche Geschäftsabläufe optimiert, die Organisation vereinfacht und auch die Führungsstruktur verschlankt. Die Zahl der Mitarbeiter im gesamten Unternehmen fiel von 791 im Jahr 2018 auf 776 zum Stichtag 30. September 2019. Auch die EVO spüre den Fachkräftemangel, so Meier.

Gleichwohl sieht er das Unternehmen „stark, voller kreativer Ideen und absolut wettbewerbsfähig“. In den kommenden Jahren erwartet er zusätzliche Erträge aus Investitionen in Wachstumsbereiche wie etwa die thermochemische Klärschlammbehandlung, den neuen Windpark oder das Rechenzentrum (siehe nebenstehender Artikel). Ungebrochen positiv entwickele sich auch die Tochter „mobiheat“: Laut Meier ist die EVO mit 74,9 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, das inzwischen Marktführer für mobile Heizanlagen sei und anschlussfertige Heizzentralen im Heizmobil oder Container zur Miete oder für den Verkauf anbiete.

Die Bilanzsumme der EVO-Gruppe sei 2019 deutlich auf 595,8 Millionen Euro gestiegen. Im Vorjahr lag sie noch bei 556,2 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse bezifferte der EVO-Chef auf 368,8 Millionen Euro (Vorjahr: 366,5 Mio.). Die Aktionäre erhalten für 2019 eine deutlich höhere Dividende von 74 Cent je Aktie (Vorjahr: 61 Cent). Das heißt: Rund 6,6 Millionen Euro fließen jeweils an die beiden Hauptaktionäre – die MVV Energie AG und die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH. Rund 500 000 Euro werden an die Anteilseigner aus dem Kreis der Belegschaft ausgeschüttet.

VON ACHIM LEDERLE

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