Rückgänge in Deutschland, Hessen und Offenbach registriert

Zahl der Erwerbslosen ist erneut gesunken

Nürnberg/Frankfurt/Offenbach (dpa/ku) ‐ Der kräftige Frühjahrsaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen weiter sinken lassen. 3 242 000 Männer und Frauen waren im Mai auf Jobsuche.

Das waren 165 000 weniger als noch im April und 217 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,4 Punkte auf 7,7 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,2 Prozent gelegen. „Die aktuelle Entwicklung zeigt bei den wichtigsten Indikatoren nochmals eine merkliche Besserung“, erläuterte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Schließlich sei die Arbeitslosigkeit auch saisonbereinigt um 45 000 auf 3,246 Millionen zurückgegangen - im Westen um 34 000, im Osten um 11 000. Dies lasse auf eine konjunkturbedingte Verbesserung schließen.

„Insgesamt sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt weiterhin moderat“, hieß es bei der BA. Vor allem die inzwischen deutlich zurückgehende Kurzarbeit, betriebliche Vereinbarungen etwa zu Arbeitszeitkonten sowie das abnehmende Angebot an Arbeitskräften hätten zur Entlastung beigetragen.

Auch auf dem hessischen Arbeitsmarkt hat sich die Lage im Mai deutlich entspannt. Die Arbeitslosenquote sank nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur überraschend stark um 0,2 Punkte auf 6,5 Prozent. Damit waren noch 200 136 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 8 105 oder 3,9 Prozent weniger als im April und 15 851 oder 7,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die Direktion in Frankfurt berichtete. Die Entlastung ist vor allem auf saisonale Gründe zurückzuführen: Nach dem strengen Winter haben die Betriebe etwa im Garten- und Landschaftsbau, am Bau und in der Gastronomie erst spät die Arbeit wieder voll aufgenommen. Regionalagenturchef Frank Martin warnte aber vor Rückschlägen. Es sei möglich, dass sich die Wirtschaftskrise erst verzögert auf den Arbeitsmarkt auswirke. Regional wurden deutliche Unterschiede registriert. So sind der gesamte nordhessische Raum sowie ausgewählte Regionen Mittel- und Südhessens wie Gießen, Darmstadt und Frankfurt besser durch die Krise gekommen als andere. In Kassel gibt es 2,4 Prozent weniger Arbeitslose als im Mai 2008, als von Krise noch keine Rede war.

In Stadt und Kreis Offenbach ist die Arbeitslosigkeit im Mai ebenfalls weiter zurückgegangen. 14 485 Menschen seien arbeitslos gemeldet gewesen, teile die Agentur für Arbeit Offenbach mit. Das seien 229 Menschen oder 1,6 Prozent weniger als im April gewesen. Die Arbeitslosenquote sei auf 8,3 gegenüber 8,4 Prozent im Vormonat gefallen. Klaus Gumpp, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Offenbach erklärte: „Der positive Trend am Arbeitsmarkt scheint sich zu verstetigen. Das zeigt sich vor allem bei den jungen Leuten.“ In der Hauptagentur Offenbach, zuständig für die Stadt Offenbach, seien 7 133 Arbeitslose registriert worden, 3,9 Prozent weniger als im April, berichtete die Agentur. Die Quote sei auf 11,8 Prozent gefallen. In der Geschäftsstelle Rodgau, zuständig für Rodgau, Rödermark, Dietzenbach und Heusenstamm, seien 4 246 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet gewesen, gegenüber April ein Plus von 1,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote sei auf 6,8 Prozent gestiegen. In der Geschäftsstelle Seligenstadt, zuständig für Seligenstadt, Hainburg, Mainhausen, Mühlheim und Obertshausen, habe sich die Zahl der erwerbslosen Menschen auf 3 106 erhöht, das seien 0,6 Prozent mehr als im Vormonat. Daraus habe sich eine Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent ergeben.

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